20.02.2018 - 20:00 Uhr
Edelsfeld

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Edelsfeld Wehr gefordert wie nie zuvor

So oft wie nie zuvor ist die Alarmsirene der Feuerwehr Edelsfeld 2017 zu vernehmen. Nach einem ruhigen Verlauf im Jahr 2016 sind die Aktiven nun 30 Mal im Einsatz.

Urkunden und Ehrenzeichen händigt (von links) Kommandant Alois Schuster an Katharina Kraus, Celine Dehling, Sven Karduk, Natalie Bär und Markus Luber aus. Mit im Bild zu sehen sind Jugendwart Dominik Haas und Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl. Bild: gru
von Rudi GruberProfil

Seit Aufzeichnungen angelegt werden, gab es noch nie so viele Anforderungen. Kommandant Alois Schuster reihte diese in der Jahreshauptversammlung chronologisch aneinander. Vom 4. Januar bis 18. November waren neben 16 technischen Hilfeleistungen verschiedene Einsätze dabei: Brände, umgestürzte Bäume, Unfälle, Ölspuren beseitigen bis hin zu Fehlalarmierungen. "Erfreulich war dabei, dass auch die Jugend sich massiv beteiligte", so Schuster.

Auch alle Übungen waren gut besucht. So sei der Ausbildungsstand hoch gehalten worden und fand bei den Einsätzen eine Vertiefung. 2018 werde ein Jahr der Zusammenarbeit mit anderen Gemeindewehren sein. Die Mitgliederzahl bei den Aktiven habe sich im Berichtszeitraum nicht verändert. Dem Atemschutzbericht von Christian Grädler war zu entnehmen, dass von den 17 Atemschutzträgern neun in Edelsfeld angesiedelt sind. Auch hier zeigte der gute Besuch der Übungen, dass die Zeichen der Zeit erkannt sind. Weitere Atemschutzträger seien, so Grädler, erwünscht.

Bis auf die Knochen

Vorsitzender Alexander Luber ging auf die kulturellen Ereignisse des Jahres ein. Abwechslungsreich war es im Fasching mit einem Kappenabend. Eine dreitägige Busreise brachte die Mitglieder in den Schwarzwald. Bis auf die Knochen nass wurden die Teilnehmer beim Kirchenzug in Sunzendorf. Die Kirwa in Niederärndt begann mit dem Bau von Zeltböden, der Kirwabesuch war überwältigend.

Neuer zweiter Vorsitzender

Ein Tagesausflug mit den Freunden aus Neustadt im Vogtland habe viel Spaß in Landau an der Isar und in Waldkraiburg gebracht. Helferessen, Martinszugteilnahme und Volkstrauertag waren gewohnte Veranstaltungen. Zur Wahl stand die Besetzung der Position des stellvertretenden Vorsitzenden an. Mit einem gleichzeitigen Dank an Robert Schuster wurde Stefan Merkl einstimmig bis zur nächsten Gesamtwahl in drei Jahren bestimmt.

Der Bericht des Jugendwartes war gespickt mit viel Erfreulichem. Demnach habe das Jahr mit vier Mitgliedern begonnen und zehn Jugendlichen geendet. Somit gibt es in der Gemeinde 24 Feuerwehranwärter. Die modulare Trupp-Ausbildung und Wissenstests waren angesagt. Und auch das gesellige Leben kam nicht zu kurz.

Da die Führungskräfte der Landkreiswehren verhindert waren, übernahm Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl deren Part. "Tolle Sache, wenn man sieht, dass in der Feuerwehr alles weitergeht", so Strehl. Dann sprach er die Zukunft der Gemeindewehren an. Der demografische Wandel mache auch hier keinen Halt. Deshalb sollten alle Wehrmänner und -frauen über eine Neuorganisation bis 2030 diskutieren und sich Gedanken machen.

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