23.03.2018 - 20:00 Uhr
Edelsfeld

Seniorennachmittag mit einem Reisebericht von Pfarrer Hans Zeltsperger Zu Fuß von Canterbury nach Rom

2000 Kilometer lassen sich bei Kaffee und Kuchen angenehmer nachverfolgen, als sie tatsächlich zu Fuß zurückzulegen. Bei einem Seniorennachmittag im katholischen Pfarrzentrum ließen sich viele ältere Edelsfelder von Pfarrer Hans Zeltsperger auf einen "Urlaub mit dem lieben Gott" mitnehmen.

Pfarrer Hans Zeltsperger schildert seine auf fünf Jahre verteilte Wanderung auf der Via Francigena. Bild: gru
von Rudi GruberProfil

Der Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Rudi Gruber, stellte bei dieser Gelegenheit seinen neuen Mitstreiter Peter Abraham vor. Maria Held von der Gemeinde hatte viele helfende Hände bei der Organisation des Nachmittags gefunden.

Bilderbuch-Landschaften, mittelalterliche Dörfer und faszinierende Städte stehen am Pilgerweg Via Francigena auf der Tagesordnung. Pfarrer Zeltsperger und sein Begleiter wanderten über geschichtsträchtige Wege und Brücken aus der Zeit der Römer. Die Augen erfreuten sich an den sanften, mit Olivenhainen, Weinreben und Getreidefeldern bestandenen Hügeln der Toskana.

Dass 2000 Kilometer nicht in einem Wanderurlaub zu bewältigen sind, ist klar. An diesem gemütlichen Nachmittag mit den Senioren, zu dem die Gemeinde und die beiden Kirchengemeinden eingeladen hatten, zeigte Pfarrer Zeltsperger Bilder aus den auf fünf Jahre verteilten Wanderabschnitten. Ihr Ausgangspunkt lag in der englischen Stadt Canterbury, das Ziel war Rom.

Im ersten Jahr ging es von Canterbury bis Reims. Die gezeigten Bilder eröffneten den Senioren Eindrücke der englischen Landschaft, der Kathedrale von Canterbury bis zum Kreidefelsen von Dover. Der zweite Abschnitt führte durch die Champagne. Auf dem dritten Teilstück erreichten die Wanderer die Schweiz. Ab Lausanne schlängelt sich der Pilgerweg durch Weinberge bis zum Nordhang des Großen St. Bernhard-Passes.

Im Folgejahr verlief die Strecke auf dem Damm am Po entlang. Städte und Landschaften mit neuen Eindrücken machten die Überquerung des Apennin kurzweilig. 2016 ging es auf Maultierpfaden und Feldwegen, oft an Reihen von Zypressen entlang, der ewigen Stadt Rom entgegen. Geschafft und auch ein bisschen stolz, hielten beide Pilger aus der Oberpfalz eine Urkunde zur Bestätigung dieses Erfolgs in den Händen.

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