06.12.2016 - 02:00 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Evelyn Mulzer stellt ihre Bilder in der Umweltstation des Klosters aus Über Rand der Realität hinaus

Das ganze Jahr 2016 feierte die Umweltstation des Klosters Ensdorf unter dem Motto "Bewegt - Bewegend - Zukunftsweisend" ihr 20-jähriges Bestehen. Mit der nun eröffneten Ausstellung "Meditation in Bewegung" der Künstlerin Evelyn Mulzer wird die Diskrepanz zwischen Beständigkeit und Wandel sowie zwischen Ruhe und Bewegung thematisiert.

Sie setze sich bei den ausgestellten Bildern, betont Evelyn Mulzer, mit den Fragen nach Zeit, Geschwindigkeit und Bewegung auseinander.
von Hubert SöllnerProfil

(sön) Ein Gegenpol zu den eher technischen Ausstellungen, die während des Jahres gezeigt wurden, meinte Verwaltungsleiter Jürgen Zach. Der Künstlerin sei es ein Anliegen gewesen, die Hauskapelle des Klosters in ihre Ausstellung mit einzubeziehen, betonte Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein. Und ein Bild, das ihr besonders wichtig sei, hier auszustellen.

Evelyn Mulzers Bilder zwängen dazu, hinzuschauen, sich von der Bewegung der Bilder einnehmen zu lassen "und darauf zu achten, welche Resonanzen die Farben und Formen in mir auslösen".

Die Ausstellung "Meditation in Bewegung", so Pater Liebenstein, sei eine Ausstellung, die in die Adventszeit passe - auch wenn sie bis März zu sehen sei. Die Bilder nötigten dazu, sich anrühren zu lassen, zeigten, wie wir den Advent begehen sollen: aufmerksam, achtsam, mit einem Blick hinter das, was ins Auge springt. Ihr Bilderzyklus "Meditation in Bewegung", erläuterte Evelyn Mulzer, befasse sich mit dem Begriff der Zeit, dem lebendigen Verlauf der Zeit.

In ihrer Auseinandersetzung mit den inneren Fragen nach Zeit, Geschwindigkeit und Bewegung seien die Bilder entstanden. Aus gleichmäßigen Strukturen entstünden durch Bewegung neue virtuelle Strukturen, "die über den Rand dessen, was wir Realität nennen, hinausgehen". Sie lasse sich bewegen von Licht, Naturstimmungen, von Musik, tauche ein in Vergängliches und stelle sich die Frage: "Gibt es hinter all dem etwas, was bleibt und mich im Innersten bewegt?"

Ihre Zeit mit den Bildern im dynamischen Schaffensprozess, fasste die Künstlerin zusammen, sei wie "eine Zeit der Versenkung, in der Zeit keine Rolle spielt". Jürgen Zach und Cyrus Salecki umrahmten auf ihren Gitarren mit Jazz-Standards musikalisch die Vernissage. Bis 5. März 2017 ist die Ausstellung im Kreuzgang täglich von 9 bis 17.30 Uhr zu sehen.

Zur Person

Evelyn Mulzer lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt Amberg. Seit gut einem Jahr ist ihr Atelier mit Ausstellungsraum in der Innenstadt, in der Bahnhofstraße: das Kunstlabor. Dort zeigt und verkauft sie ihre Bilder. Auch sind dort Gastkünstler mit ihren Arbeiten zu sehen. (sön)

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