Jugendchor in der Asamkirche Ensdorf
Frische Stimmen erklingen

Ein beeindruckendes Kirchenkonzert erlebten mehrere Hundert Zuhörer in der frisch renovierten St.-Jakobus-Kirche in Ensdorf. Zu Gast war der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes.
Kultur
Ensdorf
17.10.2017
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"Das Zuhören war ein Genuss". Einen goldenen Oktobertag krönten viele Menschen aus der Region am Wochenende mit dem Besuch des Kirchenkonzertes in der frisch renovierten Salesianerkirche St. Jakobus in Ensdorf.

Zu Gast war mit dem Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes eine beeindruckende Chorgemeinschaft auf allen Registern der Sangeskunst. Auf Einladung der Raiffeisenbank Unteres Vilstal gaben sie in der Klosterkirche ein Konzert zum Kirchenjubiläum.

Für die etwa 50 Sänger des Jugendchores war es nicht der erste Besuch im Salesianerkloster Ensdorf gewesen. Wie Pfarrer Hermann Sturm erzählte, ist der Chor schon öfter zu einem Probenwochenende im Haus der Begegnung zu Gast gewesen.

Bankdirektor Karl Schlagbauer nannte die Verpflichtung des Chores einen kulturellen Beitrag der Raiffeisenbank Unteres Vilstal zum Gelingen dieses stolzen Jubiläums "300 Jahre Asamkirche St. Jakobus". "Vor einem Jahr haben wir die Idee aufgegriffen, mit diesem Kirchenkonzert einen Beitrag zum Abschluss der gelungenen Generalsanierung und des 300- Jahrestages der Kirche beizutragen". Mit Karl Heinz Malzer und Michaela Treese als Dirigenten und dem "A-capella-Chor" ging es durch die Musikgeschichte.

Aus der Zeit um 1648 stammte das Stück "Verleih uns Frieden gnädiglich" damals als Beitrag zum Friedensjahr nach dem 30-jährigen Krieg von Heinrich Schütz aufgezeichnet. Feine Orgelmusik erklang als Zwischenspiel - Thomas Falk saß an dem Instrument. Sowohl galant und ungemein vollstimmig, aber auch mit außerordentlich reich differenziert Tonsprache zeigte sich der Chorgesang der jungen Leute mit den Stücken "Sei getreu bis in den Tod" oder dem Immortal von Bach. Dass Paula Herrneder und Thomas Falk Violine und Orgel beherrschen, hörte man mit ihrer einstudierten Sonate op. 5, Nr.1 von Arcangelo Corelli, einer am Neujahrstag des Jahres 1700 veröffentlichen Violinsonate.

Ein toller Konzertbeitrag kam von Anna Lottner und Felix Hirn mit ihrer reizvollen Transkription für Klarinette und Akkordeon, das ursprünglich von Alfred Pester für Harmonium und Violoncello geschrieben worden war. Chorgesang der feinsten Machart füllte das Kirchenrund mit seiner oft als "schwierig" bezeichnete Akustik der Klosterkirche ohne Bedenken hervorragend aus. Aus der Welt der Spirituals konnte man Harry Thacker Burlleighs Geschichte von "Ezekiel saw the Weel" oder "All night, all Day" von Heinz Lemmermann lauschen.

Andreas Feyrer spielte die Toccata d-Moll von Johann Sebastian Bach an der Kirchenorgel und zum Ende des Chorkonzertes war das getragene "Alleluja" von Ralph Manuel mit seiner melodischen Einfachheit und Anmut zu hören. Der Musikkultur huldigte die Chorgemeinschaft mit dem "Abendlied" und Josef Grubers "Ave Maria", einem mehrstimmigen Musikstück mit der bekannten Passage "Still sinkt die Sonne". Das Publikum forderte vehement eine Zugabe.
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