Energiewendetag an der Mittelschule zeigt vielfältigen Einsatz von alternativen Energien
Sogar der Boogie ist ökologisch

Interessiert zeigten sich (von links) Landrat Richard Reisinger, Solarförderverein-Vorsitzender Hans-Jürgen Frey, Bezirksrat Richard Gaßner, Regierungsschuldirektor Richard Glombitza, Riedens Bürgermeister Gotthard Färber und Bürgermeister Markus Dollacker (von links). Bilder: sön (3)
Lokales
Ensdorf
22.04.2013
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Beim Energiewendetag der Mittelschule ging am Donnerstag so richtig der Zug ab. So sang beim "Umweltboogie" eingangs der Schulchor "Des Windes Kraft wird auch genutzt, man sieht das Kunstwerk steh'n" - und weithin sichtbar drehte sich auf dem Dach der Umweltschule mit drei Sternen das neue installierte Windsegel.

Schüler mit ihren Lehrkräften aus dem gesamten unteren Vilstal sowie zahlreiche Ehrengäste konnte Rektor Siegfried Seeliger begrüßen. "Wir wollen alle Energie, die wir verbrauchen, als saubere Energie nutzen", betonte er und fuhr fort: "Energie, gewonnen aus Sonne, Wind und Wasser, das alles will unsere Umwelt-AG mit Lehrerin Martina Helfer heute vorstellen." Leitender Regierungsschuldirektor und Schirmherr Richard Glombitza lobte das Umdenken der Schule hin zur erneuerbaren Energie. Er sei überzeugt, dass der Prozess weiter gehe und Wirkung zeige. Vom Rektor bekam er ein Holzkunstwerk vom Waldbautag überreicht. Der Schulchor sang, Mädchen tanzten zum Umwelt-Boogie, die Cajon-Gruppe zog kräftig vom Leder und der vereinte Vilstal-Grundschulchor sang: "Du alter Baum, du bist mein Freund."

Es pflanzte der Obst- und Gartenbauverein einen Ginkgo-Baum. Dann zeigten die Mitglieder der Umwelt-AG, was Sonnen- und auch Windkraft bewegen kann. Sie demonstrierten an Modellen die Herstellung von Strom durch Photovoltaikanlagen, ließen eine Modelleisenbahn im Kreis rattern, verwiesen auf die Solartankstelle der Schule, an der Elektrofahrräder aufgeladen wurden. Sie zeigten auch auf, wie Taschenrechner und Lampen Sonnenlicht mit Hilfe von Solarzellen direkt in Strom umwandeln. Sonnenkollektoren dienten dagegen zur Wärmegewinnung, klärten sie auf. Schon seit Jahrhunderten werde die Kraft des Windes in Windmühlen genutzt erläuterten die Umwelt-AG'ler, zeigten gemeinsam an einem Windgenerator dessen Wirkungsweise auf.
Zu 70 Prozent ist die Erdoberfläche von Wasser bedeckt, eine wichtige Energiequelle, deren Nutzung im Wasserkraftwerk der Familie Senft erläutert wurde. Im Rathaus informierte Bürgermeister Markus Dollacker über die energetische Sanierung des Rathauses, die Hackschnitzelheizung, die Umstellung der Schulraum- und Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen sowie des Wasserwerks auf sparsamere Pumpen.

Auch das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit war ebenso wie die Umweltstation des Klosters in den Energiewendtag einbezogen. Das ZEN hatte seine ständige Messe geöffnet, präsentierte den Energiewürfel und ließ Interessierte auf dem Energiefahrrad strampeln.
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