21.08.2014 - 00:00 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Klostergärtnerei verschwindet, deshalb will der Verein "Idylle" über Zukunft des Geländes ... Sinnbild für den Strukturwandel

Die Klostergärtnerei hat ihren Betrieb schon vor längerer Zeit eingestellt, der "Treffpunkt Grün" seine Arbeit im Februar 2013 beendet. Bild: sön
von Hubert SöllnerProfil

Bald wird die Klostergärtnerei gänzlich aus dem Ortsbild von Ensdorf verschwinden. Aus diesem Grund will der Verein "Idylle" am Sonntag, 24. August, auf deren Gelände über Gemeindeentwicklung und Nachhaltigkeit sprechen.

Den Gründungsmitgliedern dieses Vereins liegt es am Herzen, Gebäude und Orte, die ihre Bedeutung im Laufe der Zeit verloren haben, wieder in den Fokus der öffentlichen Betrachtung zu rücken. Vor einem Jahr wurde deshalb die Josef Winkler'sche Kunstmühle in Leidersdorf den Bürgern zugänglich gemacht. Weil die Resonanz auf diesen "Tag der offenen Mühle" positiv war, entschloss sich der noch junge Verein, heuer wieder eine Veranstaltung anzubieten.

Einen passenden Rahmen für ein breitgefächertes Programm zu den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt, Gemeindeentwicklung und Strukturwandel sowie eine gute Plattform für Musik und Kunst bietet die ehemalige Klostergärtnerei im Zentrum Ensdorfs. Bürgermeister Markus Dollacker wird die Veranstaltung um 11 Uhr eröffnen. Danach präsentieren sich zahlreiche Aussteller auf dem Vorplatz der früheren Gärtnerei. Die Umweltstation des Klosters, der Naturpark Hirschwald und der Landesbund für Vogelschutz haben sich mit Info-Ständen und zum Teil auch mit Vorträgen angekündigt. Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit wird unter anderem zwei Elektrofahrzeuge zeigen.

Zudem präsentiert der Ensdorfer Künstler Siegfried Link einige seiner Arbeiten in den markanten Glasgewächshäusern, die von der Staatsstraße aus zu erkennen sind. Der Verein "Idylle" selbst stellt sich sowie seine bisherigen und zukünftigen Projekte vor. Die Besucher dürfen sich auf regionale Speisen und Getränke freuen. Schluss ist voraussichtlich gegen 17 Uhr.

Ein weiterer Anlass für den Aktionstag sind die Planungen für Gewerbe- und Dienstleistung auf dem Areal, die auch die Ansiedlung eines Edeka-Marktes vorsehen. Die Klostergärtnerei hat ihren Betrieb schon vor längerer Zeit eingestellt. Das danach dort ansässige Arbeitsmarktprojekt des Diakonischen Werkhofs Amberg-Sulzbach - "Treffpunkt Grün" - , das junge Menschen ohne Berufsausbildung und Schulabschluss an den Arbeitsmarkt heranführte, hat seine Arbeit im Februar 2013 ebenfalls beendet. Das Gelände der ehemaligen Gärtnerei ist somit Sinnbild für den Strukturwandel - nicht nur in Ensdorf.

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