Schneckenhaus und Graskonzert: Kinder auf Erkundung
Spannende Natur

Manches wurde ganz genau unter die Lupe genommen: Die Kinder begutachteten mit Fachberater Arthur Wiesmet die Fraßspuren einer Schnecke auf einem Eichenblatt mit Pilzbelag. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
05.09.2014
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(sön) Wurm, Schnecke, Gift und Duft - unter diesem Motto hatte der Obst- und Gartenbauverein Kinder zum Schulberg eingeladen. Mit dem Gartenfachberater des Landkreises, Arthur Wiesmet, hatte sich ein Experte angekündigt.

Bewaffnet mit Handwagen, Becher-, Handlupe und Spaten zogen die Naturforscher los, um die Umgebung zu erkunden. Dabei sollte natürlich nicht nur gelauscht, sondern selbst probiert werden, so wie bei den Schlehenbeeren. Nachdem das letzte Kind die extrem bittere Schlehe ausgespuckt hatte, erklärte Wiesmet, dass diese Frucht erst nach dem ersten Frost geerntet werden kann.

Danach fand Paul ein Schneckenhaus. "Wie erkennt man, ob das Haus schon fertig gebaut ist?", fragte der Fachmann - und antwortete auch gleich darauf: "Wenn die Abschlusskante abgerundet ist, ist die Behausung fertig." Er erklärte auch anhand eines bewohnten Exemplares, wie sich die Schnecke mit Hilfe eines Atmungsloches mit Sauerstoff versorgt. "Spannt mal ein breites Grasblatt zwischen die beiden Daumen und blast kräftig rein", forderte der Fachmann die Gruppe auf: Nach kurzer Zeit war ein "Graskonzert" zu hören. Weiter ging es hinter die Schulturnhalle, wo Wiesmet sofort Erdhöhleneingänge der Grillen bemerkte. Nach dem Entfernen von Grasresten konnten die ersten Exemplare in die Becherlupe verfrachtet, betrachtet und wieder freigelassen werden.

Mit der Handlupe konnten die Kinder feststellen, dass es sich beim weißen Belag auf Eichenblättern um einen Pilz handelt. Weiter führte der Gartenfachmann die Naturforscher zu einem Strauch mit Früchten, die dem Holunder ähneln, bei dem es sich jedoch um den Hartriegel handelt. Aus diesem sehr harten Holz seien, so Wiesmet, früher sogar Achsen für Uhrwerke hergestellt worden.

"Wer kann sich vorstellen, wie das Pfaffenhütchen zu seinem Namen kommt?", lautete die Frage, als ein Kind den Strauch entdeckte. Vinzenz hatte im Schulunterricht erfahren, dass früher Pfarrer Kopfbedeckungen trugen, die der Blüte gleichen. Abschließend stellte sich noch jedes Kind seinen eigenen Feuerstein her.
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