15.03.2018 - 20:00 Uhr
Ensdorf

Bürgerversammlungen in Endsorf Das dauert alles etwas lang

Verzögerungen bei der Kinderkrippe, noch kein Spatenstich für den SB-Markt, lückenhaftes Mobilfunknetz und langsames Internet. Die Ensdorfer wünschen sich etwas mehr Tempo bei diesen Projekten.

Der Neubau der Kinderkrippe geht einigen Bürgern nicht zügig genug voran. Bild: tra
von Autor TRAProfil

Gut besucht waren die Bürgerversammlungen der Gemeinde in Ensdorf selbst sowie in den beiden Ortsteilen Wolfsbach und Thanheim. Als die Gemüter der Einwohner bewegende Themen kristallisierten sich der projektierte Edeka-Markt und die im bau befindliche Kinderkrippe heraus.

Zunächst skizzierte Bürgermeister Markus Dollacker den aktuellen Entwicklungsstand der 2301-Einwohner-Gemeinde. Als erfreulich beschrieb er die finanzielle Situation. Schulden hätten durch die Rückzahlung eines größeren Darlehens spürbar abgebaut werden können. Die Verbindlichkeiten liegen laut Dollacker mithin bei 1,1 Millionen Euro. Größte Investition sei im vergangenen Jahr die Anschaffung eines Unimogs für knapp 275 000 Euro gewesen.

Etliche Vorhaben

Ausführlich erläuterte der Bürgermeister die Projekte, die heuer und in den nächsten Jahren anstehen. Dazu gehören die Fertigstellung der Kinderkrippe, Ansiedlung eines Edeka-Marktes, die Breitbanderschließung in zwei Phasen, Planung und Neubau eines Bauhofgebäudes für bis zu 750 000 Euro, Überlegungen zur Umsetzung des Bildungspakts und eine Digitaloffensive an der Mittelschule Ensdorf.

Zudem stünden noch die Beschaffung von Löschfahrzeugen für die Feuerwehr Ensdorf (Ende diesen Jahres) und die Feuerwehr Wolfsbach (Anfang 2019) an sowie der Bau eines Rückhaltebeckens für den Espangraben, der für den Fortbestand des Schotterwerks nötig sei. Im Anschluss an seine Ausführungen beantwortete Dollacker eingegangene Anträge und Fragen der Bürger. Dirk Reiter und Michael Eichenseer wollten wissen, weshalb sich die Eröffnung der Kinderkrippe, die nun für das Frühjahr 2019 avisiert sei, deutlich verzögert habe. Dollacker benannte als Gründe eine sich hinschleppende Bauausführung und Probleme beim Personal. Michael Eichenseer und Manfred Hecke erkundigten sich, warum sich beim Bau eines geplanten Edeka-Marktes nichts tue und wann mit dessen Eröffnung zu rechen sei. Hier verwies Dollacker auf planungsrechtliche Probleme.

Bauland in Wolfsbach

Wolfgang Ott und Edwin Marschall fragten nach, ob das geplante Rückhaltebecken südlich von Wolfsbach bei Hochwasser Vils-Anliegern Probleme bescheren könne. "Ein Rückstau vilsaufwärts soll nach dem vorliegenden Gutachten ausgeschlossen sein", beruhigte der Bürgermeister. Torsten Donhauser wollte wissen, welche Maßnahmen die Gemeinde unternimmt, damit bauwillige Bürger in Wolfsbach bleiben können. Derzeit gebe es kein Bauland, alle baureifen Grundstücke befänden sich in Privatbesitz. Dollacker erklärte dazu, dass sich die Gemeinde verstärkt mit der Ausweisung eines neuen Baugebietes in Wolfsbach beschäftige. Das schlechte Mobilfunknetz in Teilen der Ortschaft und der vorgesehene Breitbandausbau waren weitere Anliegen der Wolfsbacher, die in diesen Angelegenheiten die Unterstützung der Gemeinde einforderten.

In Ensdorf regte Familie Holliday in einem schriftlichen Antrag einen kompletten Ausbau der Thanheimer Straße an. Sie werde dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht und stelle vor allem für Kinder eine Gefahrenstelle dar. Hierzu erklärte der Bürgermeister, dass er derzeit aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der Straßenausbaugebühren "keine Straße angreifen wird". Des Weiteren wurde in dem Antrag auf die Parksituation gegenüber dem Seniorenheim und dem Problem mit Hundekot hingewiesen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp