02.05.2016 - 12:06 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Ensdorfer SPD feiert Maifest und 40-Jähriges Die alte Tante muss sich kümmern

40 Jahre SPD in Ensdorf heißt auch 40 Jahre arbeiten für die Bevölkerung: Das betonte als Festredner Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch bei der Ensdorfer SPD. Die feierte mit ihrem Maifest auch Geburtstag.

von Hubert SöllnerProfil

Grötsch verwies auf die Zeit vor 40 Jahren, mit Willy Brandt und dessen Ostverträgen, und betonte: "Wir gingen nie den einfachen, den bequemen Weg, aber es lohnte und lohnt sich ein Engagement für die SPD." Bevor es ans Feiern ging, zelebrierte Pfarrer Pater Hermann Sturm in der Pfarrkirche St. Jakobus einen Gottesdienst im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder des SPD-Ortsvereins.

Die Blasmusik voran

Mit dem Jugendmarsch führte die Blaskapelle Ensdorf den Festzug der Vereine zum Zelt auf dem ehemaligen Baywa-Gelände am Vilstal-Radweg ein. Zünftig spielten die Musiker auch zum Frühschoppen weiter auf. Während Bürgermeister Markus Dollacker die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat hervorhob, betonte Altlandrat Armin Nentwig: "Es ist wie in der alten Zeit, alle seid ihr da. Ihr haltet zusammen - möge die Gemeinde Ensdorf wachsen und gedeihen." Viele ließen sich zur Mittagszeit Fisch vom Grill, Brat- oder auch Rosswürste schmecken. Nachmittags kamen neben den Ensdorfern auch viele Genossen aus Amberg und dem Landkreis vorbei.

Bei einem Rückblick auf die Geschichte des SPD-Ortsvereins lobte dessen Vorsitzender Hans Ram das Engagement der Männer der ersten Stunde und auch derer, die in ihre Fußstapfen traten: "Alle Sozialdemokraten, die in den vergangenen 40 Jahren Verantwortung trugen, hatten immer die gesamte Gemeinde im Blick." Kurz fassten sich die Grußwortredner. Kreisvorsitzender Uwe Bergmann bezeichnete den Ensdorfer Ortsverein als einen Eckpfeiler für sie SPD im unteren Vilstal.

Für Juso-Kreisvorsitzenden Lukas Stollner bekannten sich vor 40 Jahren zwölf mutige Männer im schwarzen Ensdorf zu den Grundwerten der SPD und zu einer gerechteren Zukunft. Die aktuellen Wahlerfolge der Rechten in Deutschland zeigten laut MdB Marianne Schieder, "dass alle demokratischen Parteien zusammenstehen müssen". Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann betonte, "dass die gute alte Tante SPD die Menschen mitnehmen und sich um ihre Ängste kümmern muss".

Treue Mitglieder geehrt

Die nobelste aller Aufgaben nannte es MdB Uli Grötsch, Mitglieder zu ehren. Für 40-jährige Treue zur SPD wurde Michael Scharl ausgezeichnet. 25 Jahre sind Sigrid Berschneider, Margarete Grosser, Wolfgang Reichert, Maria Renner, Alfons Scheuerer und Dorothea Scharl, 20 Jahre Marianne Scharl und Werner Scharl, 15 Jahre Anna Schmid dabei. Für alle gab es Urkunden und Ehrennadeln, für die Frauen auch Rosen. Eine Ehrenurkunde "für Treue in guten und schlechten Zeiten" würdigte Augustin Berschneider und Hans Eichenseer: Ersterer ist seit 26 Jahren, Letzterer seit 20 Jahre Gemeinderat. www.onetz.de/bildergalerie

Zitate

"Es muss normal sein, dass ein Mensch, der 45 Jahre gearbeitet hat, in Rente gehen kann - und zwar in eine Rente, von der er leben kann."

MdB Uli Grötsch

"Die Sozialdemokraten sahen sich von Anfang an nicht als Zählkandidaten, sondern als Arbeiter an einer zukunftsfähigen Gemeinde."

Ortsvorsitzender Hans Ram

"Macht weiter so, tretet ein für die Sozialdemokratie und die Menschen vor Ort."

SPD-Kreisvorsitzender Uwe Bergmann. (sön)

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