16.10.2017 - 15:30 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Modelleisenbahn-Ausstellung in Ensdorf Große Schau der kleinen Züge

Dampfloks pfiffen, stießen Qualm aus, Elektromodelle zogen Personen- und Güterwaggons durch fantasievoll gestaltete Landschaften. Ein Hauch Nostalgie wehte am Wochenende durch das Kloster Ensdorf: Der Modelleisenbahn-Club Unteres Vilstal (MEC) hatte zu seiner 13. Ausstellung eingeladen.

Zahlreiche Ehrengäste waren zur Eröffnung der 13. Ausstellung des Modelleisenbahn-Club „Unteres Vilstal“ (MEC) gekommen stießen mit Schirmherrn Professor Dr. Matthias Gruschwitz (Dritter von rechts) und Vorsitzender Reinhard Roth (Drittem von links) auf einen Erfolg der Ausstellung an.
von Hubert SöllnerProfil

V "Modelleisenbahnromantik an der Vils" sei die Ausstellung überschrieben, sagte Vorsitzender Reinhard Roth bei der Eröffnung mit zahlreichen Ehrengästen. Der Verein habe derzeit 50 Mitglieder, eine eigene Jugendgruppe und rekrutiere seine Mitglieder aus dem gesamten Landkreis.

Die Bitte, die Schirmherrschaft zu übernehmen, habe er nicht ablehnen können, sagte Professor Matthias Gruschwitz, "denn die Eisenbahn in Groß und Klein begleitetet mich schon das ganze Leben". Sein Großvater väterlicherseits war Dampflokführer bei der Deutschen Reichsbahn, der Vater hatte dadurch viel Eisenbahn-Verstand "und meine Modelleisenbahner-Laufbahn begann 1961 mit einer Märklin H0".

Gruschwitz ist Gründungsmitglied der Amberger Kaolinbahn. Deren Ziel ist der Erhalt des ehemaligen Amberger Betriebswerks mit Drehscheibe und Lokschuppen. "Ich bin selbst Betreiber einer kleinen Eisenbahn im Schloss Theuern", bekannte Landrat Richard Reisinger. Er sprach von der ewigen Anziehungskraft der Modelleisenbahnen und betonte, "ich sehe schon, wie Ihre Augen leuchten". Ensdorfs 2. Bürgermeister Karl Roppert empfahl besonders eine Besichtigung der Ausstellung im vom Verein ausgebauten Dachgeschoss.

Gern genutzte Workshops

Bereits im Eingangsbereich konnten Eisenbahnfans auf einem Flohmarkt günstig Fahrzeuge und Gebäude kaufen. Im Wittelsbacher Saal gab es Verpflegung, aber auch eine Spur-1-Anlage mit toller Geräuschkulisse. Im Foyer waren Kriegs- und Brückenmodule zu sehen. Edgar Dobler sorgte neben dem Losverkauf für die Tombola auch für viel Qualm bei einer riesigen Dampf- und einer Diesellokomotive.

Im Fürstensaal wurden Workshops zum Thema Landschaftsbau angeboten und auch genutzt. Modelleisenbahnfans belagerten im riesigen Dachgeschoss die einzelnen Module, bestaunten den Fahrbetrieb auf detailgenauen Streckenbauten mit Über- und Unterführungen, Brücken, Bahnhöfen, Stadtmodulen mit Umfahrten und Gebirgslandschaften.

Die Vilstalstrecke

Die Vilstalstrecke als maßstabgetreuer (1:160) Nachbau der Lokalbahn vom Bahnhof Drahthammer bis Schmidmühlen war zu sehen. Und auch die Oberpfalz-Modul-Anlage (OMA) in der Spurweite H0 im Maßstab 1:87 war zu bewundern. Ihr waren drei Stadtmodule mit einem alten Ortskern, zwei großen Kirchen, einer Feuerwache und die große Vilstal-Klinik angebaut. Im Raum zwei des Dachbodens war das große Kasernen-Modul, neu mit Flugplatz, Hubschraubern und Flugzeugen, aufgebaut.

"Technikprofessor" Wolfgang Frey erläuterte, dass bei der OMA-Anlage auch Gleise erneuert und die Digitaltechnik verbessert wurden. Neben der Vilstal-Klinik seien die THW-Hauptzentrale und ein Elektrizitätswerk dazu gekommen sowie fast alle Module mit neuen Rasen und Bäumen bestückt worden.

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