"regEn" wird aufgelöst
Verein hat seinen Zweck erfüllt

Vorsitzender Richard Gaßner (Mitte) dankte mit Präsentkörben Willi Schmid und Hans-Martin Thieringer (von links) für ihr jahrelanges Engagement im Vorstand. Bild: sön
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Ensdorf
08.06.2017
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Mit „Wir leisteten zwar noch über viele Jahre ehrenamtliche Dienste – aber ein zweiter Verein in unserer Region mit dem gleichen Aufgabengebiet ist nicht unbedingt notwendig,“ begründete Vorsitzender Richard Gaßner die Auflösung von regEn.

(sön) "regEn Oberpfalz", der Verein zur Förderung der Nutzung nachhaltiger Energien in der Oberpfalz, hat sich aufgelöst: Das haben die Mitglieder bei einer Versammlung im Fürstensaal des Klosters Ensdorf ohne Gegenstimme beschlossen. Vorsitzender Richard Gaßner erklärte zum Hintergrund dieser Entscheidung: "Wir leisteten zwar noch über viele Jahre ehrenamtliche Dienste - aber ein zweiter Verein in unserer Region mit dem gleichen Aufgabengebiet ist nicht unbedingt notwendig".

Bei der Gründung von regEn im Jahr 2002 gab es nach Gaßners Worten eine klare Aufgabenstellung. Mit der Gründung des Fördervereins des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) Ensdorf 2007 und der Anstellung von hauptamtlichem Personal sei das Aufgabengebiet von regEn stark eingeschränkt worden. Viele seiner Vereins- und Vorstandsmitglieder seien auch im ZEN-Förderverein eingebunden. Gaßner blickte auf die Vorstandssitzung vom 24. April zurück, bei der die Auflösung und die Verwendung der Vereinsfinanzen auf der Tagesordnung standen. Die letzten Mittel, berichtete er, seien dem ZEN für die Errichtung einer Energieschule im Landkreis zur Verfügung gestellt worden. Die geplante gemeinsame Energiemanagement-Software für die Kommunen habe sich jedoch nicht umsetzen lassen.

Bei einem Ausflug in die Geschichte von regEn verwies Gaßner auf den Gründungsvorstand mit Markus Brautsch an der Spitzer. Diesem folgten Klaus Schwinger und Richard Gaßner als Vorsitzende. Themen der regEn-Arbeit seien neben der Errichtung von Ladesäulen in allen Gemeinden die Schulung kommunaler Energiebeauftragter und der Hausmeister, Netzwerktreffen, die Umstellung von Straßenbeleuchtungen, Energiewochen, kommunales Energiemanagement sowie die Energieerfassung bei Liegenschaften gewesen. "Immer hat bei unserer Arbeit die Vorbildfunktion der Kommunen im Vordergrund gestanden", sagte Gaßner. Hinzu kamen Info-Fahrten, Diskussionen über Energienutzungspläne für Gemeinden und die Zusammenarbeit sowohl mit dem ZEN als auch mit der Hochschule Amberg-Weiden. Höhepunkte in der Vereinsgeschichte waren das Windfest 2012 in Wirnsricht zum zehnjährigen Bestehen und der Eon-Umweltpreis, dotiert mit 10 000 Euro.

Für jahrelanges Engagement im Vorstand dankte der Vorsitzende Hans-Martin Thieringer und Willi Schmid. Mit Blick auf die geplante Auflösung seien seit Januar 2010 keine Beiträge mehr erhoben worden, berichtete Kassenwart Hans-Martin Thieringer. Jedoch habe sich regEn am ZEN mit 10 000 Euro beteiligt, den ZEN-Anhänger mit 6000 Euro und das Solarkreuz in Ensdorf mit 2500 Euro bezuschusst. Das geringe Vereinsguthaben werde zur Auflösung, deren Abwicklung Richard Gaßner übernehme, verwendet. Ein eventueller Restbetrag werde dann laut Satzung weitergeleitet.

Manfred Lehner fasste abschließend zusammen: "Ein Kreis schließt sich, regEn hat als Pionier seinen Satzungszweck hervorragend erfüllt." Der ZEN-Förderverein übernehme nun das ehrenamtliche Engagement: "Aus einem Vergehen wird wieder ein Wachsen."

Aus einem Vergehen wird wieder ein Wachsen.Manfred Lehner
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