Umweltstation im Kloster Ensdorf stellt Programm vor
Konzepte für naturnahe Lebensweise

Die neue Leiterin der Umweltstation, Melanie Hahn, präsentiert stolz das Jahresprogramm 2018. Bild: sön
Vermischtes
Ensdorf
11.02.2018
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So geht es auch: Aus Tetra-Packs werden Vogelhäuschen, welche die Leiterin der Umweltstation Melanie Hahn hier zeigt.

Zurück zu den Wurzeln - dieser Gedanke steht ganz oben im neuen Programm der Umweltstation des Klosters Ensdorf. Die Bildungseinrichtung hat sich überregional einen Namen gemacht. Warum, das verrät ein Blick auf die bevorstehenden Aktionen.

Auch in diesem Jahr ist das Programm des Klosters voll mit Kursen, Workshops, Terminen, Vorträgen, Anregungen und Mitmachaktionen. In seinen einführenden Worten erläutert Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein, was mit dem Motto "Zurück zu den Wurzeln - wieder in der Natur heimisch werden" gemeint ist.

Altes Wissen bewahren

Es gehe darum, "uns unserer Verwurzelung in der Schöpfung bewusst zu werden." Die neue Leiterin der Umweltstation, Melanie Hahn, setzt in dem von ihr erstellten Konzept darauf, von einer naturnahen Lebensweise für eine glückliche Zukunft zu lernen. Sie wolle altes, fast vergessenes Wissen wieder aufleben lassen und Alt und Jung wieder mehr mit der Natur verbinden. So sei nachhaltige Ernährung ein Schlüsselthema in Bezug auf alle anderen Lebensbereiche. Ein "Spontan-Regional-Vergan-Tag" mit Kochkurs stehe in Zusammenarbeit mit den neuen Kooperationspartnern Taracafé Regensburg und Spontan-Vegan dafür. "Leben ohne Plastik" ist ein weiteres wichtiges Projekt überschrieben, denn "Wir wollen zeigen, wie und wo man im täglichen Leben Plastik einsparen und ersetzen kann." Mit dem Thema "Wurzeln spüren" solle Jugendlichen und Erwachsenen die Chance geboten werden, vom stressigen Alltag abzuschalten und in der Natur mit Hilfe von Chi Gong, Taiji, Yoga und Meditation zu entspannen.

Beim Projekt "Leben und Überleben wie ein Steinzeitmensch" geht es darum, einen Tag in die Rolle eines Steinzeitmenschen zu schlüpfen und das Leben, wie es unsere Vorfahren erlebt haben, selbst erfahren. Mit "Klimageschichten" geht es weiter. Starten wird der Diskussionsabend mit einem Vortrag über die Klimaveränderungen der vergangenen 50 Jahre: "Klimawandel existiert!" Zwei Tage mit einer Übernachtung im Wald ermöglichen beim "WaldnachtRaum" die BDKJ-Kreisverbände Amberg und Amberg-Sulzbach Jugendleitern und engagierten Jugendlichen. "Was wächst hier und warum?" heißt es bei einem anderen Projekt, wenn im Klostergarten in Form eines Tortendiagrammes anteilig zu denen in Deutschland noch vorkommenden Arten, alte Getreidesorten gepflanzt werden. Die Aktion soll den alten Klostergarten mit seinen Heilpflanzen wieder zum Leben erwecken und das fast vergessene Wissen der Mönche über die Kräfte der Kräuter unter die Menschen bringen.

Bienen beschützen

"Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben", soll schon Albert Einstein gesagt haben. Das Anlegen einer Bienenwiese und ein Bestäubungsexperiment gehören zu den Aktionen in diesem Bereich. Die Projekte Kalkmagerrasen, Streuobstwiesenernte, "Lebensräume Hecke und Wiese" sowie "Naturwissenschaftler bei der Arbeit - einen Tag Forscher sein", runden die Projekte der Ensdorfer Umweltstation ab.

Weitere Informationen:

www.kloster-ensdorf.de/veranstaltungen

Es geht darum, uns unserer Verwurzelung in der Schöpfung bewusst zu werden.Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein
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