26.04.2018 - 16:30 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Wirtschaftsjunioren bei Klimaschutzkoordinator Landkreis will die 200 Prozent

Über den Klimaschutz im Landkreis ließen sich die Wirtschaftsjunioren von Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid im Fürstensaal des Klosters informieren. Ziel sei es, so Scheid, den Landkreis Amberg-Sulzbach zur energetischen Vorreiter-Region zu machen.

ZEN-Mitarbeiter Karl-Heinz Hofbauer erklärt das "Auftanken" eines Elektro-Autos an der Ladesäule. Bild: sön
von Hubert SöllnerProfil

Vier große Handlungsfelder gelte es beim Integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises zu bearbeiten: die Energieeinsparung bei der Gebäudesanierung, die lokale Wertschöpfung bei den erneuerbaren Energien, die Unternehmenseffizienz und die Mobilitätswende mit Verbesserung der ÖPNV-Angebots, der Verstärkung der Elektromobilität und der Förderung des Fahrradverkehrs.

Im Landkreis sei der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch mit 76 Prozent bereits hoch, so Scheid. Er solle aber bis 2035 auf 200 Prozent erhöht werden, "um die Stadt zu alimentieren." So betrage bei einem Gesamtstromverbrauch im Landkreis von 508,10 Gigawatt-Stunden der Anteil der Wasserkraft nur ein Prozent, der Windkraft, die leider eingefroren worden sei, 27 Prozent, der Bioenergie 24 Prozent und der Solarenergie 23 Prozent. Bei der Umstellung von fossiler auf nachhaltige Wärme seien die Kommunen als Vorreiter gefragt, führte Scheid weiter aus.

Auch solle nach seiner Vorstellung jede Kommune Projekte für Energieeffizienz und -wende definieren. Als weiteres Projekt des Landkreises stellte Scheid das geplante Solarpotentialkataster vor. Eine interaktive Website, auf der für jedes Gebäude einer Kommune verzeichnet werden soll, wie geeignet es für die Gewinnung von Solarenergie ist.

Nach einer Besichtigung der Hackschnitzelheizung des Klosters ging es zur Ladesäule für Elektroautos. "Wenn Sie Energie und Geld sparen wollen, müssen Sie ein Elektro-Auto kaufen," gab sich Scheid überzeugt und erläuterte gemeinsam mit ZEN-Mitarbeiter Karl-Heinz Hofbauer das "Auftanken" eines Elektro-Autos. Natürlich wurden anschließend auch Probefahrten mit dem ZEN-eigenen Nissan Leaf und Mitsubishi-i-MiEV durch Ensdorf gerne angenommen.

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