02.05.2018 - 20:10 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Chorkonzert zum Abschluss der Bundesversammlung des FSB: Einen Hauch von Südsee-Feeling

"Chormusik - quer geschnitten": So zeigen der Männergesangverein 1895 Pleystein, der Weidener Kammerchor und die A-Cappella-Gruppe "Sing Out" ihre Leistungsfähigkeit. Die Stadthalle in Erbendorf ist ausverkauft.

Männergesangverein 1895 aus Pleystein mit Dirigenten Alexander Völkl.
von Jochen NeumannProfil

Georg Ebenhöch, Vorsitzender des Sängerkreises Nordoberpfalz im Fränkischen Sängerbund (FSB), übernahm die Begrüßung an diesem Abend. Wie er ausführte, zeige schon alleine das Motto des Abends "Chormusik - quer geschnitten" die musikalische Vielfalt der Chöre.

"Dass das Konzert etwas Besonderes ist, zeigt auch die Tatsache, dass die Bundesversammlung des Fränkischen Sängerbundes erstmals in der Geschichte durch ein Chorkonzert abgeschlossen wird", betonte Ebenhöch. Die Moderation übernahm Kreischorleiter Richard Waldmann aus Pressath, der im ersten Teil des Konzerts gekonnt den Bogen von einem zum anderen Vortragsstück spannte.

Den Anfang auf der großen Bühne machte der Männergesangverein 1895 aus Pleystein. Wie Waldmann hinwies, habe die Gemeinschaft vor gut zwei Jahren am Leistungssingen des FSB teilgenommen und darf sich seitdem "Leistungschor" nennen. Unter Dirigent Alexander Völkl erklangen zwei Festgesänge von Christoph Willibald Gluck und Christian Siegler. Weiter stimmten die Männer in Felix Mendelssohn Bartholdys "Des Jägers Abschied" ein. Zudem wehte bei "Rapa Nui" von Arnold Kempkens ein Hauch von Südsee-Feeling durch die Stadthalle.

Auch der Weidener Kammerchor stand auf der Bühne. Er heimste erst im vergangenen Jahr den Sonderpreis beim Bayerischen Chorwettbewerb ein. Unter Leitung von Peter Pollinger präsentierten die gut 50 Sängerinnen und Sänger einige Stücke für gemischte Chöre von der Romantik bis zu Popsongs. Unter anderem war "Schweig stille mein Herz" und Hubert von Goiserns "Weit, weit weg" zu hören.

Modern ging es nach der Pause mit der A-Cappella-Formation "Sing Out" aus Krummennaab weiter. Die sechs Sänger legten sich mächtig ins Zeug. "Wir bringen immerhin 150 Jahre Bühnenerfahrung mit", sagte Uli Roth. Denn schließlich feiern die Sänger in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen.

Den Auftakt machte die "Boy-Group" mit dem "Banküberfall" der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, "Ring of Fire" und dem Lieblingslied von Sing Out, "The longest Time" von Billy Joel. Selbst Grönemeyers "Wann ist ein Mann ein Mann" brachten die Jungs in einer eigenen Version auf die Bühne. Da lautete der Text einfach "Was wären wir ohne Frau". Die Sänger lieferten Beatbox-Rhythmen, groovige Bässe, stimmige Harmonien und Sologesang. Für die vielen Teilnehmer war es ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Konzert an einem lauschigen Sommerabend.

 

 

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