07.02.2014 - 00:00 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Restauratorin Uta Ludwig nimmt sich Erbendorfer Osterrieder-Krippe an - Spenden willkommen König und Hirten auffrischen

Einen Schatz hütet die katholische Pfarrei in der Kirche, der eigentlich nur einmal im Jahr für die Öffentlichkeit zu sehen ist: die Osterrieder-Krippe an Weihnachten. Die aus der Zeit der letzten Jahrhundertwende stammende Krippe ist mittlerweile sehr renovierungsbedürftig. Die Kirchenverwaltung hat die Restauratorin Uta Ludwig aus Unterwössen beauftragt, sich der Figuren anzunehmen.

von Jochen NeumannProfil

Der als "Krippen-Wastl" bekannte Sebastian Osterrieder wurde 1864 in Abensberg geboren und gilt als der Mann, der die Weihnachtskrippe wiederentdeckte und zur Blüte brachte. Viele seiner Werke sind heute verschollen. "Deshalb ist es besonders schön, dass wir eine seiner Krippen besitzen und erhalten dürfen", sagte Pfarrer Martin Besold.

Dass der Zustand vor allem der Figuren nicht der Beste ist, davon konnten sich Pfarrer Besold und die Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer schon vor längerem überzeugen. Jetzt war die Restauratorin Uta Ludwig aus Unterwössen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, um das Kunstwerk selbst zu begutachten. Dabei stellte sie einen großen Restaurationsbedarf fest. Auch wurde die eine oder andere Figur in den vergangenen 100 Jahren verändert, so dass sie nicht mehr dem Originalzustand entspreche. "Beispielsweise sind viele nachträglich mit Sandalen oder Schuhen ausgestattet worden, die dem ursprünglichen Original widersprechen", stellte Ludwig fest.
Pfarrer Besold und die Kirchenverwaltung sind der Meinung, dass die Figuren erhalten werden müssen. "Der Erhalt der Krippe ist auch Wunsch von vielen Pfarrgemeindemitgliedern", wusste der Pfarrer. Es seien bereits Spendenbeträge von kirchlichen Vereinen und Privatpersonen für eine Restauration im Pfarramt eingegangen.

Die Restauratorin hat nun die Figur eines Königs und eines Hirten in ihre Werkstatt nach Unterwössen mitgenommen. "Bis in den Sommer hinein werden wir die Figuren frisch restauriert wieder zurückbekommen", ist sich Besold sicher. Er kündigte bereits an, dass dann ein Informationsabend stattfinden werde, bei dem die neuen Figuren mit den alten verglichen werden können.

"Vielleicht hat jemand Interesse, für die eine oder andere Figur eine Patenschaft zu übernehmen." Denn finanziert wird die Renovierung der Osterrieder-Krippe der Steinwaldstadt durch Spenden.

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