Spektakuläre Rettung im Steinwald
Kletterunfall

An einer fest senkrechten Wand der Ratfelsen-Gruppe stürzte die DAV-Ausbilderin aus Weiden etwa fünf Meter tief ab. Bilder: rw (3)
Lokales
Erbendorf
29.08.2014
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Schwere Verletzungen erlitt eine Frau aus Weiden am Freitag kurz vor 19 Uhr beim Klettern im Steinwald. Die 52-jährige DAV-Ausbilderin aus Weiden stürzte an einer fast senkrechten Felswand an der sogenannten Ratfelsen-Gruppe fünf Meter ab.

Da der Verdacht bestand, dass sie sich an der Wirbelsäule verletzt haben könnte, lief eine spektakuläre Rettungsaktion mit Bergwacht und Hubschrauber aus Nürnberg an. Die Verunglückte konnte aus dem unwegsamen und nur durch einen engen Durchschlupf zugänglichen Gelände nur mit einer Winde geborgen werden. Vorher mussten sich die Helfer der Bergwacht Fuchsmühl, Notärztin und Sanitäter mit ihrer Ausrüstung zu Fuß einige Hundert Meter weit bis zum Unfallort vorkämpfen. Unmittelbar am Fuße des Kletterfelsens wurde die Frau so vorsichtig wie möglich in einer Sicherheitstrage fixiert und dann mit der Winde am Hubschrauber in die Höhe gehievt.

Am Parkplatz beim ehemaligen Gasthaus Räuberfelsen wurde das Opfer ein zweites Mal vom Notarzt versorgt und dann ins Klinikum Bayreuth geflogen. Vor Ort war zu erfahren, dass die Verunglückte mit der Jugendgruppe des Deutschen Alpenvereins Weiden unterwegs war. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch nicht geklärt. Die Jugendlichen im Alter von zirka 14 bis 16 Jahren bildeten im Abstand von 50 bis 100 Metern eine lange Kette, um die Rettungskräfte aus Richtung Pfaben zum Unglücksort zu lotsen.
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