Theresa Götz im Bereich Physik auf Platz zwei beim Landeswettbewerb "Jugend forscht"
Arbeit an Grätzelzelle preiswürdig

Mit ihren Untersuchungen mit selbst hergestellten Farbstoffsolarzellen überzeugte Theresa Götz die Jury bei "Jugend forscht". Die Erbendorferin belegte damit im Bereich Physik Rang zwei. Bild: hfz
Lokales
Erbendorf
16.04.2013
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Die Gewinner des 48. Landeswettbewerbs "Jugend forscht" Bayern stehen fest. In der Straubinger Joseph-von-Fraunhofer-Halle erfolgte die Auszeichnung der Sieger in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Dabei nahm Theresa Götz aus Erbendorf für ihre praktische Forschungsarbeit im Fachgebiet Physik den zweiten Preis entgegen.

Zudem erhält sie den Buchpreis Physik der Hermann-Gutmann-Stiftung und den Sonderpreis Wasserstoff, Brennzelle und batterieelektrische Antriebe. Die Übergabe erfolgte im Beisein von Staatssekretär Bernd Sibler, Staatsministerium für Unterricht und Kultus, und Thomas Barth, Vorstandsvorsitzender des Patenunternehmens Eon Bayern.

Die 19-jährige Schülerin der Staatlichen Fachoberschule Gustav-von-Schlör-Schule in Weiden hatte sich mit ihrem Projekt "Charakterisierung einer Grätzelzelle" qualifiziert. Bei den Versuchen mit selbst hergestellten Farbstoffsolarzellen werden Hibiskusblüten, Chlorophyll und Anthocyane verwendet.

Zunächst ermittelte Götz den Wirkungsgrad bei Sonnenlicht und wies die direkte Proportionalität zwischen der beleuchteten Solarzellenfläche und der Lichtleistung nach. Ebenso untersuchte sie die Auswirkungen auf den Wirkungsgrad bei Variation von Lichtintensität und Temperatur. Den Be- und Entlastungsvorgang beschrieb sie mit Hilfe einer mathematischen Funktion in Abhängigkeit der Zeit. Diese Funktion wurde theoretisch hergeleitet und experimentell bestätigt.
Des Weiteren untersuchte die Schülerin die spektrale Empfindlichkeit von Chlorophyll, Anthocyanen und anschließend deren Kombination. Das Ziel ist es, dadurch den Wirkungsgrad zu erhöhen.

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler sah in den vielen Anmeldungen einen Beweis dafür, dass an Bayerns Schulen Forschergeist und Kreativität besonders gefördert werden. Das bayerische Kultusministerium unterstütze die Idee, Schüler verstärkt zum Forschen zu animieren und stelle für die Wettbewerbsrunden von "Jugend forscht" personelle und finanzielle Mittel zur Verfügung. "Viele Schülerinnen und Schüler haben sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften Gedanken zu Fragen des 21. Jahrhunderts gemacht. Sie haben hier in Straubing innovative Projekte und beeindruckende 2/2 Lösungsansätze vorgestellt." Den Landessiegern wünschte Sibler großen Erfolg für den Bundeswettbewerb.

Thomas Barth betonte die gesellschaftliche Tragweite der "Jugend forscht"-Idee: "Erfolge und Fortschritte bei Forschung und Entwicklung sind in allen Lebensbereichen unverzichtbar. Um das zu gewährleisten, brauchen wir Forschergeist." So stehe Eon Bayern aktuell vor der Aufgabe, die Energiezukunft in Bayern mitzugestalten. Das Zusammenspiel von Stromnetzen und dezentraler Energieerzeugung sei der Schlüssel für die Energieversorgung von morgen. Von daher arbeite das Unternehmen intensiv an Fortschritten in der Netztechnologie.
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