11.08.2014 - 00:00 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Zahlreiche Erbendorfer geben Lothar Bergler das letzte Geleit - 28 Jahre im Kirchenvorstand Ein Mann des Ausgleichs

Die Beflaggung am Feuerwehrhaus gegenüber der Martin-Luther-Kirche trug Trauerflor beim Requiem für Lothar Bergler. Der ehemalige langjährige Vorsitzende der Brandschützer war am Mittwoch im Alter von 79 Jahren gestorben.

von Jochen NeumannProfil

Pfarrerin Gertrud Göpfert stellte die Persönlichkeit Berglers in ihrer Ansprache in den Mittelpunkt. Dieser habe stets den Ausgleich gesucht und trotz vieler ehrenamtlicher Tätigkeiten das Familienleben nicht aus den Augen verloren.

Berglers Familie, Angehörige, Freunde, Bekannte und viele Trauergäste nahmen in der voll besetzten Martin-Luther-Kirche Abschied von Elektromeister. Im Altarraum war die Feuerwehr mit einer Fahnenabordnung vertreten. Pfarrerin Göpfert betonte, dass die Kirchenmusik eine wichtige Rolle in seinem Leben gespielt habe.

Nach der Vesper in die Mette

"Als Chorleiter des evangelischen Posaunenchors und als aktiver Sänger war es dem Verstorbenen wichtig, Gottes Wort zu verkünden." Sie stellte ebenso heraus, dass Bergler viel an der Ökumene lag. "War am Heiligen Abend die Christvesper zu Ende, packte er seine Geige aus und spielte beim Kirchenorchester in der katholischen Pfarrkirche bei der Christmette mit."

Laut der Pfarrerin war Lothar Bergler das Familienleben neben seinem Elektrogeschäft und der Musik wichtig. "Gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Töchtern am Familientisch zu sitzen, gehörte dazu." Göpfert hob ebenso das Engagement hervor, das er bei der Feuerwehr und nicht zuletzt in der Kirchengemeinde bewies.

Den Trauergottesdienst gestaltete neben dem evangelischen Posaunenchor der evangelische Kirchenchor unter der Leitung von Martin Häupler. Sopranistin Elisabeth Bauer aus Falkenberg sang "Von guten Mächten wunderbar geborgen." Im Anschluss an den Gottesdienst ging es in einem stillen Trauerzug zum Friedhof.

Eine Ehrenwache der Feuerwehr trug den Sarg von der Aussegnungshalle zur Grabstätte. Der stellvertretende Vertrauensmann des evangelischen Kirchenvorstandes, Thomas Köchert, erinnerte an das Wirken Berglers im Gremium, dem er von 1960 bis 1988, davon viele Jahre als Vertrauensmann, angehörte. Er stellte fest, dass der Verstorbene immer um Ausgleich zwischen den Gruppen bemüht war.

Hervorragender Musiker

"Der Posaunenchor verliert nicht nur einen hervorragenden Musiker, sondern auch einen sehr guten Freund", sagte Posaunenchorleiter Jochen Neumann. Der Verstorbene habe sein musikalisches Wirken unter die Psalmworte "Lobet den Herren mit Posaunen" gestellt. Mit 15 Jahren zählte er zu den Gründungsmitgliedern des Ensembles, von 1961 bis 2007 war er dessen Chorleiter. Als letzter musikalischer Gruß des Posaunenchors erklang eines von Berglers Lieblingsliedern, "Nehmt Abschied, Brüder."

Feuerwehrvorsitzender Albert Vollath drückte aus, dass die Wehr um einen Mann trauere, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender viel bewegt habe. So sei Bergler schon 1954 den Brandschützern beigetreten. 17 Jahre war er Vorsitzender, 2001 erfolgte die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Die aktive Mannschaft verabschiedete Bergler auf dem Friedhof bei gesenkter Fahne mit dem "Guten Kameraden", gespielt vom evangelischen Posaunenchor.

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