Bürgerversammlung in Grötschenreuth
Schandfleck kommt weg

Bürgermeister Hans Donko bei der Bürgerversammlung in Grötschenreuth. Bild: njn
Politik
Erbendorf
01.12.2016
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"In einem desolaten Zustand, dessen Anblick die gesamte Ortschaft runterzieht", ist das ehemalige Wirtshaus in Grötschenreuth, sagt Bürgermeister Hans Donko. Bald soll es verschwinden.

Grötschenreuth. Das seit Jahren leerstehende ehemalige Wirtshaus in der Dorfmitte soll abgerissen werden. Das kündigte Donko bei der Bürgerversammlung im Unterrichtsraum der Feuerwehr im ehemaligen Schulhaus an. Nach Gesprächen mit der Eigentümerin werde die Stadt das Anwesen erwerben. Ein Abbruch sei bis zum Sommer nächsten Jahres besprochen.

"Wirtschaftlich ist es nicht vertretbar, das Haus wieder herzustellen", sagte der Rathauschef. Mit dem Abriss komme das ehemalige Schulhaus mit Feuerwehrhaus besser zur Geltung. "Das Ortsbild wird dann erheblich aufgebessert." Er versprach der Dorfgemeinschaft, gemeinsam mit ihr über eine Folgenutzung des dann brachliegenden Grundstücks zu sprechen.

Auch das schnelle Internet kommt in den Ortsteil. Ab 12. Dezember gibt es dieses mit höchstens 50 Mbit/s. Breitbandpate Hubert Wojtenek gab zu, dass es zu Verzögerungen gekommen ist, so dass der Ausbau erst jetzt fertiggestellt werden kann. Nun sei ein Glasfaserkabel bis zum Multifunktionskasten der Telekom verlegt worden. Damit könnten alle Bürger ab Mitte Dezember das schnellere Internet buchen und nutzen.

Weniger Einwohner

Donko ging auch auf die Entwicklung der Bevölkerung im Ortsteil ein. Sind es bei der Eingemeindung 1972 220 Einwohner gewesen, waren es 2015 insgesamt 194 und nun 190 Einwohner. Der Anteil der Grötschenreuther an der Stadt Erbendorf beträgt 3,68 Prozent. Älteste Einwohner sind Karl Dumler mit 85 Jahren und Helga Weiß mit 94 Jahren. Jüngster Einwohner ist Raphael Dostler, der im Oktober auf die Welt kam.

Auch sprach der Bürgermeister über die geplante Erweiterung des ehemaligen Schulhauses als zukünftiges Feuerwehrhaus. "Es entsteht ein attraktives Gebäude", sagte er. "Die derzeitige Situation für die aktiven Feuerwehrkameraden, die ihre Einsatzbekleidung mit nach Hause nehmen, ist nicht länger hinnehmbar." Denn für den ehrenamtlichen Dienst müssten auch die Rahmenbedingungen stimmen.

Donko dankte der Feuerwehr, die die Erweiterung mit Hand- und Spanndiensten unterstützt. Er sicherte zu, dass sich auch die Stadt in die Baumaßnahme einbringen werde. Auch dankte er der Wehr für die Sanierung des Feuerlöschteichs am Schloßberg.
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