Windrad bei Frodersreuth ein Fall für den Verwaltungsgerichtshof in München
Keine Eile

Politik
Erbendorf
29.08.2017
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(wb/man) Das geplante Windrad bei Frodersreuth bleibt vorerst in der juristischen Warteschleife. Befürworter und Gegner haben den Rechtsweg beschritten. Der potenzielle Betreiber ist nun vor dem Verwaltungsgericht Regensburg mit einem Eilantrag gescheitert.

Die Firma Strauß & Niebauer Windkraftprojekte GbR mit Sitz in Regensburg war mit diversen Auflagen des Landratsamtes nicht einverstanden und hatte die "sofortige Vollziehung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung" gefordert. Vergeblich. Nun hat der Betreiber Beschwerde zum Verwaltungsgerichtshof in München eingelegt. Mit einer Entscheidung ist frühestens im Oktober zu rechnen.

Der Landesvorsitzende des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB), der Erbendorfer Johannes Bradtka, ist nach wie vor ein entschiedener Gegner des Projekts. Die Organisation hat mit Hilfe eines Fachanwalts Verbandsklage eingereicht. Naturschutzrechtlich sei der Standort denkbar ungeeignet. Bradtka führt Wespenbussard, Schwarzstorch, Fischadler und andere schützenswerte Arten als "Zeugen" an. Die Bürgerinitiative gegen Windkraft in Frodersreuth hofft ebenfalls, dass kein weiteres Gerät die Landschaft verschandele.

Das Windrad bei Frodersreuth (Stadt Erbendorf ) soll etwa 150 Meter hoch sein und etwa 350 Meter südlich von Gramlhof auf freier Fläche errichtet werden. Bauherr ist Wendelin Fenzl.
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