22.05.2018 - 21:40 Uhr
ErbendorfOberpfalz

2018 kaum Bruttiere Weniger Tiere für Kauz-Projekt

Das Habichtskauz-Projekt des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz Bayern (VLAB) wird 2018 kleiner ausfallen, als geplant. Mit dem Opel-Zoo im Taunus kann in diesem Jahr nur ein Züchter das nordbayerische Kauz-Projekt mit Jungtieren beliefern. Der Grund ist eine Laune der Natur: "Habichtskäuze brüten nicht in jedem Jahr", erklärt VLAB-Vorsitzender, Johannes Bradtka. In diesem Jahr fiel die Brut bei vielen Züchtern aus.

In diesem Jahr werden wohl nicht viel mehr als zwei junge Habichtskäuze im Steinwald auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Bild: Prof. Christoph Moning
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

"Über Pfingsten hat im Opel-Zoo das erste Jungtier die Bruthöhle verlassen", erklärt Bradtka. In den nächsten Tagen werde sich zeigen, wie viele Vögel zur Verfügung stehen. "Wir hoffen auf vier Tiere." Ausgelegt war das Projekt in diesem Jahr auf bis zu 18 junge Käuze. Der Verein hat extra drei neue Volieren für je sechs Tiere bauen lassen. Es sei zwar Schade, dass zwei davon nun vorerst ungenutzt bleiben, von einem Rückschlag möchte Bradtka aber nicht sprechen. "Das ist die Natur und deshalb ganz normal." Der VLAB plane langfristig über mindestens zehn Jahre. In diesem Zeitraum möchte der Verein die Rückkehr der größten Kauzart Mitteleuropas nach Nordbayern begleiten. Bis vor 100 Jahren war das Tier hier heimisch, bevor er ausgerottet wurde. Das Wiederansiedlungsprojekt ist einmalig in Deutschland.

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