11.04.2017 - 20:00 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Abschlusskonzert des Kreisorchesters Tirschenreuth Mit Pauken und Trompeten

"80 Musiker auf der Bühne sind ein beeindruckendes Bild", schwärmte zweiter Bürgermeister Johannes Reger beim Abschlusskonzert des Kreisorchesters des Nordbayerischen Musikbundes in der Erbendorfer Stadthalle. Eine Auswahl von Musikern aus den 19 Blaskapellen begeisterte das Publikum.

Vier Kesselpauken erweiterten die Schlaginstrumente.
von Jochen NeumannProfil

(njn) Seit der Errichtung der neuen Stadthalle am Stadtpark war das Kreis-Orchester wohl die größte Musikgruppe, die bei einem Konzert aufspielte. Um die 80 Musiker zu fassen, wurde die Bühne sogar noch zum Saal hin erweitert. Das große Orchester gab nicht nur ein gutes Bild ab, es überzeugte auch durch ihr Klangvolumen. Die knapp 400 Besucher dankten es den Musikern mit viel Applaus. "Wien bleibt Wien." Mit diesem österreichischen Militärmarsch eröffnete das Orchester das Abschlusskonzert. Der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Alexander Riedl, merkte an, dass heuer bereits das Probewochenende in Tannenlohe zum 18. Mal stattfand und dieses Konzert der krönende Abschluss sei.

Dank an Dirigenten

Einen Dank sprach er den beiden Kreisdirigenten Peter Dotzauer und Andreas Sächerl aus, die es verstanden, die Musiker mit dem Taktstock souverän durch zwei Stunden Blasmusik zu führen. Riedl informierte, dass alle Altersstufen ab dem 1zwölften Lebensjahr im Orchester vertreten seien. Namentlich nannte er die Musikerin Manuela Bergmann, die bisher bei allen 18 Probewochenenden dabei war.

Auf den "bunten musikalischen Blumenstrauß" war auch die stellvertretende Bezirksvorsitzende Gisela Weß aus Neustadt/WN gespannt. "Wo die Sprache aufhört, beginnt die Musik", sagte sie. Ganz begeistert von den vielen Musikern war zweiter Bürgermeister Johannes Reger. Für ihn gab das Kreis-Orchester ein beeindruckendes Bild ab.

Polkas, Walzer und Märsche wie beispielsweise "Im schönen Prag", "Blumengeflüster" und "Ein junger Egerländer" gehörten an diesem Nachmittag ebenso zum Repertoire wie anspruchsvolle und zeitgenössische Blasmusik. So entführten die Musiker das Publikum bei der lyrischen Komposition "Yellow Mountains" von Jacob de Haan in die Schweizer Alpen. Dramatisch wurde es bei "Celtic ritual" des englischen Komponisten John Higgins, bei der musikalische Traurigkeit immer wieder mit Freude wechselte. Die Sonne ging aber wieder auf, als der Schlager "The Power of Love" von Jennifer Rush erklang.

Als Rhapsodie für Blasmusik übten die Musiker auch ein großes Konzertwerk mit dem Titel "A Day of hope", komponiert von Fritz Neuböck, ein. Es bestach vor allem durch seine Soli, einem romantischen Mittelteil und einem majestätischen Marsch im Stile der britischen Militärmärsche.

Übrigens setzten die Musiker beim Konzert eine breite Palette an Schlaginstrumenten ein. Sie reichten von vier Kesselpauken über Tom-Toms und Schlagzeug bis hin zur guten alten großen Trommel und Marschbecken.

Rock und Evergreens

Zum Ende des Konzerts wurde die Blasmusik fetziger. Dafür sorgten Titel wie die Rockballade "Starway to heaven" und ein Rock-Potpourri mit alten Evergreens. Mit einer Serenade des bekannten "Feierabend-Liedes" von Anton Günther beendeten die Musiker ihr Konzertprogramm, natürlich nicht ohne Zugaben.

Durch das Programm führte als Moderatorin aus den Reihen der Musiker Laura Bäumler. Das Konzert hatte der Spielmannszug der Feuerwehr organisiert. Unter anderem sorgten die Spielmänner und -frauen für das leibliche Wohl der Konzertbesucher.

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