Aiwanger beim Gründungsjubiläum der Freien Wähler
Flaches Land die Zukunftsregion

Hubert Aiwanger in Erbendorf bei den Freien Wählern.
Vermischtes
Erbendorf
08.04.2018
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"Unsere Politik ist eine Politik für die Heimat, eine Politik für die Bürger vor Ort", sagt Hubert Aiwanger bei der 70-Jahr-Feier der Freien Wähler im Hotel Steinwaldhaus. Der Landes- und Bundesvorsitzende zeigt sich als Verfechter des "flachen Landes" und erklärt, wie dort die Zukunft gestaltet werden kann.

Nach der Begrüßung zur Feier des 70. Jubiläums der Freien Wähler durch Ortsvorsitzenden Rolf Hanauer zeigte sich Hubert Aiwanger am Freitag erfreut über die Anwesenheit der lokalen Vertreter der CSU und der SPD. "Das zeigt unsere überparteiliche Orientierung. Wir müssen, wir wollen mit anderen zusammenarbeiten." Die Bürger merkten, dass sie nicht darauf warten dürften, "dass die Erhellung aus München, Berlin oder Brüssel kommen wird". Dabei gefiel Aiwanger vor allem die Aussage von Landrat Wolfgang Lippert, der sagte: "Wir dürfen uns nicht schlechtreden und jammern, sondern wir müssen unsere Stärken herausstellen."

"Mit der Natur und Landschaft habt ihr einen Reichtum, den wir heute noch nicht bemessen können", stellte Aiwanger fest. Das flache Land werde die Zukunftsregion sein. Damit sprach er die Wohnpolitik an. "Die Städte gehen an den eigenen Problemen zugrunde." Er griff die Worte Lipperts auf, dass im ländlichen Raum wegen der niedrigen Mieten nicht in Wohnraum investiert werde. "Auf der anderen Seite entwickelt der Ministerpräsident Modelle, wie der Wohnungsnot in den Ballungszentren entgegengetreten werden kann." So sollen für die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft Eon-Anteile in Höhe von einer Viertelmillion Euro verkauft werden, um bis 2020 insgesamt 2000 Wohnungen zu schaffen. Nach Ansicht des Landesvorsitzenden sei dies der falsche Weg. Rahmenbedingungen seien so zu stecken, dass das flache Land Zukunftsregion werde. Daher sollte dieses Geld den Kommunen zukommen. "Dort liegt die Zukunft und nicht am Viktualienmarkt in München." Dabei betonte Aiwanger, dass dies pragmatische, vielleicht auch nicht ganz publikumswirksame Ansätze seien.

"Sie müssen als Tirschenreuther mit erhobenem Haupt einem Münchener gegenübertreten können und sagen: ,Bei uns ist es schöner als bei euch. Und eure Probleme will ich gar nicht haben.'" Dafür reichten aber nicht die frische Luft und der schöne Baum alleine. "Da müssen wir ganz gezielt Infrastrukturmaßnahmen einfordern." Als Beispiele nannte Aiwanger den Erhalt von Schulen und Kinderbetreuungsplätze. Nach der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge seien die Freien Wähler daran, Kinderbetreuungsplätze kostenfrei zu gestalten. "Es sind wenige Hundertmillionen für die Gemeinden, die dafür notwendig wären." Die Infrastruktur für Wasser und Kanal werde auf dem Land unerschwinglich teuer. "In den 1960/1970er Jahren liefen die großen Ausbauprogramme, heute sind Millionen für Sanierungen notwendig." Diese Kosten müssten durch Staatszuschüsse abgepuffert werden, damit das Leben am Land bezahlbar bleibe (weiterer Bericht folgt).
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