24.08.2017 - 16:40 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Aus Probe-Imkern werden Profis Beispielhafte Bienenweide

Was als "Schnupperlehre" beim Imkerverein vor gut eineinhalb Jahren begann, hat sich für Claudia und Bernhard Wieder aus Steinreuth zu einem professionellen Hobby mit neun eigenen Bienenvölkern entwickelt. Sogar der erste Honig wurde bereits erfolgreich geerntet.

Die ganze Familie genießt in vollen Zügen die idyllischen Momente auf der Bienenweide.
von Jochen NeumannProfil

"Sie haben Interesse und Spaß an der Sache", lobte Imker-Chef Klaus Schmidt seine beiden Jungimker. Das Ehepaar hatte sich im Frühjahr 2016 für die Bienenhaltung interessiert und begann im Mai vergangenen Jahres mit einem Bienenableger.

Seit einigen Jahren bietet der Imkerverein das "Probe-Imkern" an. Für Claudia und Bernhard Wieder war das die Initialzündung. Betreut wurden sie vom Imker-Paten Hans Dötterl aus Sassenhof. Aus dem einen Bienenableger wurde schnell mehr. Heute kümmert sich Familie Wieder um neun Völker.

Doch alleine mit dem Imkern gaben sich die Wieders nicht zufrieden. Denn schließlich soll es ihren Bienen auch jetzt, in der Spätsommerzeit beziehungsweise zum Herbstanfang, gut gehen. "Wenn wir jetzt, Ende August, in die Landschaft blicken, sehen wir auf den Wiesen und Feldern eigentlich nichts mehr, was unsere Bienen verwerten könnten", sagt Jungimkerin Claudia Wieder. "Weder Pollen noch Nektar stehen ausreichend zur Verfügung. Außer auf der grünen Mais-Wüste und den abgeernteten Feldern ist für unsere Bienen nichts mehr zu finden."

Wenn jetzt der Imker nicht füttern würde, müssten viele Völker hungern und wären zu schwach zum Überwintern. Gesagt, getan. Das Ehepaar legte hinter seinem Haus neben den Bienenstöcken auf einer ehemaligen Wiese eine große Bienenweide an.

Wichtig war der Jungimkerin, dass die Blütenpflanzen mit ihrem Pollen- und Nektarangebot genau jetzt, in der trachtarmen Zeit im August und September, die eigenen Bienen versorgen. So wurden Wicken, Sonnenblumen, Faselia, Schmuckkörbchen, Ringelblumen, Sonnenbraut, Malven, Mohn und viele weitere Blumen angesät, welche nun mit ihren Blüten einen reichlich gedeckten Tisch für die Honigbienen liefern.

Imker-Vorsitzender Schmidt fügte hinzu, dass sich nicht nur die Honigbienen, sondern auch die Wildbienen und viele andere Insekten an diesem reichlichen Angebot bedienen. "Unabhängig davon sind die vielen verschiedenen Blüten wunderschön anzusehen", so Schmidt.

Im Namen des Imkervereins bedankte sich der Vorsitzende bei seinen Jungimkern Claudia und Bernhard Wieder für deren Engagement. "Eure Bienenweide ist beispielhaft und inspiriert zum Nachmachen." Wer sich diesen schönen Anblick nicht entgehen lassen will, sollte sich schnell auf den Weg nach Steinreuth machen.

Informationen zum Thema "Bienenweide" und zum nächsten "Probe-Imkern" sind bei Klaus Schmidt, unter der Telefonnummer 09682/ 2682 oder per E-Mail unter info[at]imkerverein-erbendorf[dot]de erhältlich.

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