28.02.2018 - 15:14 Uhr
Erbendorf

Auszubildende der Stadt erzählen vom ersten halben Jahr Immernoch schön wie am ersten Tag

Sechs Monate sind vergangen, seit Anja Dietrich und Maximilian Winkler ihre Ausbildung bei der Stadt begonnen haben. "Aller Anfang ist schwer", so die beiden. Aber sie sind mit Freude bei der Sache.

Die Auszubildenden in der Stadt Erbendorf Anja Dietrich (rechts) und Maximilian Winkler (links) im Rathaus.
von Jochen NeumannProfil

Neue Leute, ein anderes Klima als in der Schule und arbeiten, bis die Sonne untergeht. Eine ganz schöne Umstellung von heute auf morgen.

In der dreijährigen Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten steckt gerade Anja Dietrich. Maximilian Winkler absolviert eine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik. Für Dietrich ging es bereits im November erstmals in die Berufsschule nach Regensburg. "Die ganzen Gesetze waren für mich anfangs absolutes Neuland", gesteht sie. "Doch unsere Lehrer und Dozenten haben uns schon jetzt zu kleinen Experten im Umgang mit Paragrafen und Artikeln gemacht."

Die Berufsschule für umwelttechnische Berufe besuchte bereits kurz nach dem Ausbildungsstart Maximilian Winkler. In Lauingen an der Donau. "Ein bisschen weit weg von Zuhause ist es schon", stellte er mit einem Augenzwinkern fest.

Klausuren gibt es immer noch

Neben der Ausbildung in der Stadtverwaltung und der Berufsschule nimmt Anja Dietrich auch an überbetrieblichen Maßnahmen der Bayerischen Verwaltungsschule (BVS) teil. Der Lehrgang beinhaltet unter anderem die Organisation und den Aufbau von Behörden, den Umgang mit Gesetzen sowie Kommunikation und Kooperation. "Natürlich wird zu den Themen der Wissensstand in Klausuren abgefragt", so Dietrich.

Überall neue Gesichter. "Einerseits die vielen anderen Auszubildenden, mit denen man seine Freizeit nach der Schule verbringt und andererseits die Kollegen, die nach anfangs unbekannten Fremden zu Bekannten, fast schon zu Freunden wurden. "Und plötzlich hat man wieder viele neue Menschen in sein Herz geschlossen", so die Auszubildende. "Unbeschreiblich, wie hilfsbereit die Kollegen im Rathaus sind."

"Ganz gleich, in welchem Sachgebiet man sich gerade befindet, jedes besitzt seine Einzigartigkeit", stellt Dietrich fest. "Und vielfältig ist der Beruf Verwaltungsfachangestellte auf alle Fälle, ein Wechsel zwischen Bürgernähe und Zahlenjonglage." Jeden Tag erwartet einen etwas Neues. "Jeder Tag ist wieder ein kleines neues Abenteuer und am Ende hast du wieder ein kleines Stück dazugelernt." Vielleicht ist es gerade das, was den Beruf so besonders macht.

Viel selbstständiges Arbeiten

Maximilian findet seine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik sehr abwechslungsreich, lehrreich und vielseitig. "Bis auf's Autofahren darf ich schon fast alles allein machen." Auch wenn seine Arbeit morgens etwas früher beginnt als bei den meisten anderen, ist der 17-Jährige mit seiner Entscheidung für diese Ausbildung zufrieden. Auch zu seinen Kollegen hat er ein ausgezeichnetes Verhältnis. "Zu meinen Arbeiten zählen unter anderem das Probennehmen, die Überprüfung von Pumphäusern sowie Messungen." Aber das ist nur ein kleiner Bereich. Sein Fazit nach einem halben Jahr: "Immer noch schön!"

Dass es den beiden Auszubildenden so gut gefällt, liegt nach den Worten des zweiten Bürgermeisters Johannes Reger an den attraktiven Arbeitsplätzen in der Verwaltung und im städtischen Bauhof. "Personell sind wir mit unserer Ausbildungspolitik für die Zukunft gut gerüstet."

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