Bürgermeister über Entscheidung glücklich
Das „eDorf“ mit Leben füllen

Über die Wahl der Steinwald-Allianz als "eDorf" freuen sich besonders (von links) Vorsitzender Bürgermeister Hans Donko und Geschäftsführer Martin Schmid. Bild: njn
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Erbendorf
16.12.2016
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Für Hans Donko war Mittwoch ein Freudentag. "Als Vorsitzender freue ich mich riesig." Die Steinwald-Allianz hat sich gegen 20 andere Bewerber durchgesetzt und wird nun zur Modellregion fürs Projekt "eDorf". Die Arbeit geht damit erst los.

"Regionale Anbieter mit den Menschen vernetzen." So bringt Steinwald-Allianz-Geschäftsführer Martin Schmid das Projekt auf den Punkt. Schmid ist der Mann hinter der Bewerbung fürs "eDorf". Er hat die Idee entwickelt, die am Ende der Förderzeit den Menschen das Leben leichter machen soll. 2,5 Millionen Euro stellt Bayern zur Verfügung. Die Idee ist ein "mobiler Bauernmarkt", der die Versorgung mit dem täglichen Bedarf vereinfachen soll. Schmid glaubt, dass sich dies ausbauen lässt: "durch Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor oder im Haushalt."

Bis Ende Februar soll nun mit dem Fraunhofer Institut in Nürnberg und dem Wirtschaftsministerium der "Mobilen Bauernmarkt in der Steinwald-Allianz" weiter ausgearbeitet werden, so dass ein konkreter Förderantrag vorliegt, beschreibt Hans Donko den nächsten Schritt. "Bis Mitte 2018 läuft dann die Umsetzung", erklärt er weiter.

Natürlich sei die demografische Entwicklung bei der Planung im Blick. "Wir müssen jetzt die Weichen zu stellen, um künftige Lebensqualität zu sichern." Und am wichtigsten sei dafür nun mal die Versorgung mit dem Selbstverständlichen: den alltäglichen Gütern. "Dazu soll ein Verkaufsfahrzeug beschafft werden, das vorwiegend Güter aus der Region in Orte ohne Einkaufsmöglichkeit liefert." Auch ein Bankautomat soll dabei mit auf Tour gehen. "Notwendig ist dazu eine digitale Plattform, die alle Beteiligten vernetzt, Daten austauscht und Touren plant", fügt Schmid an. Darum soll sich das Fraunhofer Institut kümmern. Schmid möchte auf Pläne zurückgreifen, die vor zwei Jahren als Teil des Projekts "demografische Modelle im ländlichen Raum" entstanden sind. Auch dabei ging es um die Nahversorgung. "Dieser Ansatz war eine der Grundlagen für die Bewerbung." Dabei brachten sich viele Bürger ein.

Die kurze Projektzeit werde wohl nur für einen Test des Konzepts reichen. Aber Donko ist zuversichtlich, dass sich der mobile Bauernmarkt dauerhaft etabliert und sich langfristig auch selbst finanzieren wird. "Das Projekt steht und fällt mit der Akzeptanz der Bürger", merkt Schmid an. Deshalb soll es Infoveranstaltungen geben. Weiterhin werden "Testkunden" mit Handy, PC oder Tablet, gesucht, die sich einbringen sollen.

"Gesteuert wird die Projektgruppe ab März 2017 durch die Geschäftsstelle der Steinwald-Allianz in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut", so Schmid. Ob das Projekt auch neue Stellen schafft, sei noch nicht klar. Das hänge vom Kostenplan ab, so Donko. "Als nächstes gibt es Arbeitstreffen mit dem Wirtschaftsministerium und dem Fraunhofer-Institut Anfang 2017."
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