20.02.2018 - 18:02 Uhr
Erbendorf

Der Ruf des Kauzes VLAB-Experten bereiten zweites Habichtskauz-Jahr vor

Erbendorf/Wien. Fürs zweite Jahr des Habichtskauz-Projekts läuft die Vorbereitung beim Verein für Landschaftspflege und Artenschutz Bayern (VLAB). Um sich fortzubilden war VLAB-Umweltfachkraft Michaela Domeyer nun in Wien. Dort holte sie sich Anregungen beim europäischen Habichtskauz-Experten schlecht hin. Aber auch in den Wäldern Nordbayerns sind die Naturschützer schon wieder aktiv.

von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Der Experte Richard Zink arbeitet am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Uni Wien. Vor allem aber leitet der Experte seit 2008 ein Habichtskauz-Wiederansiedlungs-Projekt in Österreich. Nach inzwischen zehn Jahren gilt dieses als sehr erfolgreich und als beispielgebend für die Wiederansiedlung des Eulenvogels in Steinwald und Oberpfälzer Wald. Domeyer nutzte die Gelegenheit deshalb nur zu gerne, um sich mit den Experten auszutauschen.

Im Frühjahr beginnt für den VLAB die zweite Saison des Kauz-Projektes. Nach dem ersten Versuch in Vorjahr sollen 2018 bis zu 20 Käuze im Steinwald ausgewildert werden, 2017 waren es 6. Schon in den nächsten Tagen startet der Verein mit einem akustischen Habichtskauz-Monitoring. Mit Erlaubnis der Höheren versuchen die Experten des Vereins, die bisher ausgewilderten Tiere anhand ihrer Rufe zu orten. Dazu spielen sie aufgezeichnete Habichtkauz-Rufe ab und setzen darauf, dass die Tiere im Wald auf die bekannten Stimmen "antworten". Die Tiere können die Rufe im Umkreis mehrerer Hundert Meter orten.

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