29.03.2018 - 20:00 Uhr
Erbendorf

Die gute Seele in Pfarrei und den Alteneinrichtungen Wohlverdienter Ruhestand für Schwester Helmtraud

Schwester Helmtraud kehrt zurück in das Kloster Mallersdorf. Nach ihrem letzten Dienst im Erbendorfer BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim überraschten sie die Verantwortlichen mit einer Abschiedsfeier.

Schwester Helmtraud (mitte) freute sich über die überraschende Abschiedsfeier im BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim. Mit auf dem Bild Vertreter aus den Einrichtungen und der Pfarrei, unter anderem die Pflegedienstleiterin der Steinwald-Klinik Elfriede Schwarzmeier (zweite von links), Pfarrer Martin Besold (dritter von links), Caritas-Heimleiterin Eveline Gerstl-Seidl (fünfte fon links) und BRK-Heimleiter Andreas Wöhrl.
von Jochen NeumannProfil

Seit gut drei Jahren fährt Schwester Helmtraud dreimal wöchentlich nach Erbendorf, um in den Altenpflegeheimen und der Steinwald-Klinik nach den Senioren und Kranken zu sehen, zu singen und Wortgottesdienste zu halten. Am Mittwoch feierte sie zum letzten Mal eine Kreuzwegandacht im BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim. Mit Sack und Pack wollte sie im Anschluss sang- und klanglos das Haus verlassen. Doch es kam anders.

Pfarrer Martin Besold, die Heimleiter des Caritas-Altenheims und des BRK-Altenheims sowie Vertreter der Steinwaldklinik brachten sie vorübergehend von ihrem Weg ab, um ihren Abschied aus der Steinwaldstaft feierlich zu begehen. "Wir sagen Ihnen heute Vergelt's Gott für ihren Dienst in der Pfarrgemeinde." Mit diesen Worten bescheinigte Pfarrer Besold Schwester Helmtraud ein "segensreiches Wirken."

Selbst im Pfarrhaus hat Schwester Helmtraud nach Aussage von Pfarrer Besold kleine und große Dienste geleistet. Dazu zählte er Geburtstagsbesuche ebenso wie die Caritas-Sammlung, Post austragen, Briefe kuvertieren oder Bankgänge erledigen. "Wir werden sie sehr vermissen und oft an sie denken", sagte Besold abschließend. Der gastgebende BRK-Heimleiter Andreas Wührl sowie Caritas-Heimleiterin Eveline Gerstl-Seidl dankten ebenfalls der Schwester für ihre Dienste in den Einrichtungen.

Geboren wurde Helmtraud heiß 1936 in Kellhäuser in der Gemeinde Eichendorf. Ihre Einkleidung erfolgte im Kloster Mallersdorf 1960 mit einem anschließenden Noviziat im Mutterhaus. Am 12. September 1963 legte sie dort auch ihre Profess ab.

Bis 1994 war sie 33 Jahre lang im Kindergarten Dietmannsried bei Kempten eingesetzt. Davon viele Jahre als dessen Leiterin. Mit knapp 60 Jahren wurde Schwester Helmtraud noch ein neues Arbeitsfeld anvertraut. Ab 1995 übernahm sie die Verwaltungsarbeit für den ambulanten Krankenpflegeverein und Krankenbesuchsdienst in Dietmannsried.

Im Jahre 2011 kam sie in den kleinen Konvent der Mallersdorfer Schwestern in Erbendorf. Hier übernahm sie seither den Bereich Alten- und Krankenseelsorgedienst. In der Pfarrgemeinde feierte Schwester Helmtraud 2013 ihr 50-jähriges Professjubiläum.

Leider wurde 2014 der Konvent der Mallersdorfer Schwestern aufgelöst. Schwester Helmtraud blieb der Pfarrei aber zumindest mit ihren Diensten erhalten. Sie wurde nach Tirschenreuth versetzt, von wo aus sie ihre Arbeit in der Steinwaldstadt fortsetzte. Mit Ablauf des März geht Schwester Helmtraud mit 82 Jahren sozusagen in den "wohlverdienten Ruhestand" ins Mutterhaus nach Mallersdorf zurück.

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