Evangelische Kirchengemeinde saniert Kirchturm
Sandige Baustelle

Pfarrer Martin Zeh mit optimistischem Blick vor dem eingerüsteten Kirchturm der Martin-Luther-Kirche. Bild: njn
Vermischtes
Erbendorf
07.07.2017
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(njn) So steht der Turm der Martin-Luther-Kirche nun da: eingerüstet und mit Sichtschutz verhüllt. Nun beginnt die Sanierung der Außenfassade. "Dieser erste Bauabschnitt soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein", hofft Pfarrer Christoph Zeh. Gut 380 000 Euro wird es kosten. In der Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde ist die Luther-Kirche die erste eigene Kirche. Nach Plänen des Architekten Karl Brendel aus Nürnberg wurde sie von 1921 bis 1923 auf dem Platz errichtet, wo das Kommunbrauhaus stand. Gleichsam wie Martin Luthers Lied "Ein feste Burg ist unser Gott" prägt die Kirche das Stadtbild. Doch die letzten 100 Jahre nagten am Mauerwerk. Vor allem der Sandstein der Fassade, der damals aus einem Steinbruch bei Schweißenreuth gewonnen wurde, zeigt sich heute recht sandig. "Durch Witterung und andere Umwelteinflüsse platzt er ab", wusste Pfarrer Zeh. Vor allem am Turm macht sich das bemerkbar, und das hat Auswirkungen auf die Statik.

Nachdem jetzt gut eine Woche lang der Turm eingerüstet wurde, beginnt in der kommenden tagen die Sanierung durch die Steinbaufirma Wittner aus Deiningen bei Nördlingen. Die Fugen kommen raus, es wird neu verfugt und der Sandstein wird, wo es notwendig ist, neu aufgebaut. Es schließen sich Dachdecker- und Spenglerarbeiten bei den Balkonen und Arkaden an. "Im nächsten Jahr wird das Turminnere saniert", kündigte Zeh an. "Dann kommen auch die neuen Glocken für unsere Kirche zusammen mit einem neuen Glockenstuhl." Wann es soweit ist, darauf möchte sich der Pfarrer Zeh nicht festlegen. "Denn wir wissen nicht, welche Überraschungen kommen. Ich hoffe, dass wir bis Ostern 2018 fertig sind."
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