Generalversammlung der Feuerwehr Erbendorf
Feuerwehrführung verjüngt sich

"Bei allen Einsätzen hat sich wieder gezeigt, wie gut die Ausbildung und die Zusammenarbeit unserer Wehr im Einzelfall wirklich ist." Zitat: Kommandant Bernhard Schmidt
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Erbendorf
13.01.2017
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Der neugewählte Vorstand der Feuerwehr Erbendorf mit Bürgermeister Hans Donko, Vorsitzendem Albert Vollath, zweitem Vorsitzenden Tobias Bollmann, Vertrauensmann Peter Götzl, Kassier Alexander Donenko, Schriftführer Benjamin Schlicht, Kassenprüfer Manfred Klöble, den Vertrauensmännern Josef Kastner und Reinhard Klöble sowie Organisationsleiter Kurt Schraml (von links). Bild: njn

Vorstandswahlen standen auf der Tagesordnung der Erbendorfer Feuerwehr. Kommandant Bernhard Schmidt informierte für das vergangene Jahr über eine Steigerung der Einsätze.

(njn) Der bisherige Schriftführer Tobias Bollmann tritt die Nachfolge von Gerhard Dostler als zweiter Vorsitzender an. Albert Vollath bleibt erster Vorsitzender. In der Generalversammlung stand auch eine Gedenkminute für die 2016 verstorbenen neun Mitglieder.

Ruhig und ausgeglichen

"Ein ruhiges, ausgeglichenes und erfolgreiches Jahr." So fasste Vollath 2017 zusammen. "Unsere Wehr war zu jedem Zeitpunkt einsatzbereit und bei vielen Einsätzen hilfreich zu Stelle." Auch bei öffentlichen Veranstaltungen seien die Mitglieder unter anderem beim Bürgerfest und beim Christkindlmarkt aktiv gewesen. Wie auch später Kommandant Schmidt, so sprach auch Vollath dem Bürgermeister und den Stadträten sowie den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Bauhofs den Dank für die gute Zusammenarbeit aus.

Für das kommende Jahr bat er die aktiven und passiven Mitglieder, auch weiterhin zum Wohle der Bevölkerung mitzuarbeiten. Abschließend wies er auf den Feuerwehrball am 18. Februar in der Stadthalle und auf den Preisschafkopf am 31. März im Feuerwehrhaus hin.

In Sachen Insekten

An Einsätzen konnte Kommandant Bernhard Schmidt für 2016 von 169 (im Vorjahr 175) sprechen. Davon waren 60 Einsätze im Bereich der Technischen Hilfeleistung (80), 85 First-Responder-Einsätze (Vorjahr 69) und 21 Brandeinsätze (Vorjahr 26 Einsätze). Außerdem wurden 3 Fehlalarme (Vorjahr 0) verzeichnet. Laut Schmidt seien in diesen Einsatzzahlen aber nicht die sogenannten "Insekteneinsätze" mit eingerechnet. "35 dieser Einsätze wurden an uns als Feuerwehr gemeldet, wurden aber durch unseren Kameraden und Hobbyimker Martin Kastner abgearbeitet." Wespen und Bienen seien größtenteils umgesiedelt worden.

"Ein Spitzenwert an Einsätzen", betonte der Kommandant. "Bei allen hat sich wieder gezeigt, wie gut die Ausbildung und die Zusammenarbeit unserer Wehr im Einzelfall wirklich ist." Dies wurde auch vom BRK und der Polizei bei den "Blaulichtgesprächen" ausdrücklich bescheinigt.

Zu den schwersten Einsätzen zählte der Sprecher einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der B 22 sowie eine Gewitterfront über Erbendorf im Juli mit 15 Einsätzen. Nicht zuletzt erst im November ein Unfall bei Schmierofen, bei dem ein Pkw gegen eine Hauswand gekracht ist. "Gerade diese Einsätze sind es, die eine Gemeinschaft wie unsere Wehr stärker zusammenwachsen lassen." Denn kein Feuerwehrkamerad gehe aus solchen Einsätzen unbeschwert heraus. Aber auch ungewöhnliche Einsätze waren zu verzeichnen, wie die Irrfahrt zweier älterer Damen im Hessenreuther Wald.

In der Generalversammlung konnte der Kommandant aus der Jugendfeuerwehr Tobias Hör mit der Überreichung der Ärmelstreifen Feuerwehrmann in die aktive Wehr übernehmen. Christopher Linkel wurde zum Löschmeister und Roland Kaiser zum Oberlöschmeister ernannt.

Schmidt informierte auch über eine personelle Veränderung im Bereich Atemschutz. So möchte der langjährige Leiter Atemschutz und Leiter Absturzsicherung, Bernhard Schultes, aus persönlichen Gründen etwas kürzer treten. Bei beiden Leitungsposten wird Bernhard Schultes aber weiterhin als Stellvertreter agieren. Neuer Atemschutzleiter wird Tobias Grünbauer, die Absturzsicherung übernimmt Florian Hör.

Kritische Töne

Einen Abriss über das vergangene Jahr des Spielmannszugs der Feuerwehr gab in der Generalversammlung Organisationsleiter Kurt Schraml. Er konnte von zahlreichen Auftritten berichten. Derzeit gehören 20 aktive Musiker sowie zwei in Ausbildung dazu.

"Es ist nicht alles so, wie es sein sollte." Mit diesen Worten sprach er beispielsweise an, dass die Spielmannsmusik wenig Interesse in der Bevölkerung finde. "Wir vertreten das Brauchtum", stellte Schraml fest. Aber auch, dass bei vielen Veranstaltungen die Stadtratsmitglieder fehlen, kritisierte Schraml.

"Am liebsten sollte der Spielmannszug immer umsonst spielen." Doch finanzielle Mittel seien nach seinen wichtig, um die Ausbildung, Notenmaterial und Instrumente zu bezahlen. "Des Weiteren müssen wir nach knapp 25 Jahren über eine neue Spielmannskleidung nachdenken."

Bei allen Einsätzen hat sich wieder gezeigt, wie gut die Ausbildung und die Zusammenarbeit unserer Wehr im Einzelfall wirklich ist.Kommandant Bernhard Schmidt
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