Großeinsatz im Rahmen der Brandschutzwoche im Aribo-Hotel
Nur der Smoker raucht

Als es dunkel wurde, rückten die 13 Feuerwehren zum Einsatzort aus.
Vermischtes
Erbendorf
10.10.2017
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Großalarm im Aribo-Hotel. "Chlorgasaustritt im gesamten Gebäude", hieß die Alarmierung, die 13 Feuerwehren aus der Region auf den Plan rief. Atemschutzmannschaften mussten eingesetzt werden, um Verletzte zu retten. Das Szenario war aber Gott sei Dank nur eine Übung - die reibungslos klappte.

Die Ausgangslage im Rahmen der Brandschutzwoche war ein angenommener Austritt von Chlorgas im Bereich der Schwimmbadtechnik im Keller des Beherbungsbetriebs. Durch einen Fehler in der Steuerung wurde dann das Chlorgas über die Lüftungsanlage im Hotel verteilt, was die Räumung der Zimmer erforderlich machte.

Schon wenige Minuten nach der Alarmierung kamen die Feuerwehren aus Erbendorf, Siegritz, Wetzldorf, Grötschenreuth, Wildenreuth, Premenreuth, Reuth, Röthenbach, Krummennaab, Thumsenreuth, Waldeck, Zwergau und Guttenberg mit insgesamt 130 Feuerwehrkräften zum Einsatzort. Besonderheit der Übung war der geplante Ablauf der Einsatztaktik.

Dazu zählte die der alarmierten Fahrzeuge zu einem bestimmten Bereitstellungsraum sowie der richtige Einsatz mit sogenannten Funkgruppen. Eine Einsatzleitung wurde gebildet und eine Einteilung der Abschnittsführer sowie eine Aufteilung der alarmierten Kräfte auf ihre Einsatzabschnitte vorgenommen.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Rettung und Betreuung der "acht Verletzten" sowie der Hotelgäste und des Personals gelegt. Einsatzleiter der Großübung war zweiter Kommandant Wolfgang Gruber von der Erbendorfer Feuerwehr, der von Kreisbrandinspektor Stefan Gleißner und Kreisbrandmeister Herbert Thurm unterstützt wurde. Wie Kommandant Bernhard Schmidt ausführte, war die Übung im Rahmen der Brandschutzwoche für den KBM-Bereich Thurm vorgeplant worden. In einer Besprechung und Begehung im Hotel im September wurden entsprechend Einsatzschwerpunkte festgelegt. Zum Ablauf der Übung waren insgesamt zehn aufmerksame Beobachter eingeteilt.

"Im Echtzeitbetrieb ein Hotel evakuieren zu dürfen, das habe ich noch nicht erlebt", sagte Kreisbrandinspektor Stefan Gleißner. Ein besonderer Dank galt deshalb der Hotelleitung mit der stellvertretenden Direktorin Raphaela Woppmann und ihren Mitarbeitern. Als Dankeschön vonseiten des Hotels gab es Bratwurstsemmeln aus dem Smoker, der übrigens während der Übung das einzige war, das rauchte. Nicht zuletzt sprachen Kreisbrandmeister Herbert Thurm und Kommandant Bernhard Schmidt allen Einsatzkräften für die gelungene Übung ihren Dank aus. Die Hotelgäste machten bei der Evakuierung des Gebäudes ohne zu zögern mit und waren von dem Einsatzablauf begeistert.
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