29.08.2017 - 20:00 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Jugendbeauftragter bezieht Kinder und Jugendliche ins Ferienprogramm mit ein Bunter, noch interessanter und zielgruppenorientiert

Auch wenn die Bilanz sehr positiv ausfällt, sieht Jugendbeauftragter Martin Kastner für die Zukunft noch viel Potenzial im Erbendorfer Ferienprogramm. Eine Meinungsumfrage soll helfen.

Jugendbeauftragter Martin Kastner will neuen Schwung ins Erbendorfer Ferienprogramm bringen. Bild: njn
von Jochen NeumannProfil

Gemeinsam mit der Stadt legt Kastner die Programmpunkte fest. Mit der Nachfrage ist er heuer mehr als zufrieden. "Bis dato läuft es sehr gut." Die Fragebogenaktion unter Kindern und Jugendlichen soll das Ferienprogramm noch bunter, interessanter und zielgruppenorientierter machen. Aber nicht nur das. Auch das Freizeitangebot allgemein wird beleuchtet.

Ende 2014 berief der Stadtrat den 24-jährigen Martin Kastner zum Jugendbeauftragten der Stadt. Seitdem hält er Kontakt zwischen der Stadtverwaltung und der Kinder- und Jugendarbeit. Außerdem engagiert er sich auf Landkreisebene.

Eine jährlich wiederkehrende Aufgabe ist für den Jugendbeauftragten in Abstimmung mit der Stadt die Erstellung des Ferienprogramms. Über 30 Veranstaltungen waren es in diesem Jahr. "Wichtig ist für mich zur Durchführung der einzelnen Programmpunkte, Firmen und Vereine hierfür gewinnen zu können", so Kastner. Dies sei auch dieses Jahr wieder gelungen. "Dennoch würde ich mich freuen, wenn sich auch einmal neue Vereine mit Veranstaltungen beteiligen."

"Alle untergebracht"

"Die bisherigen Termine kamen bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut an", konnte Kastner bestätigen. Heuer trat der Jugendbeauftragte auch selbst als Veranstalter auf. "Im Innenhof meines Anwesens in der Bräugasse organisierte ich zwei Kino-Nächte." Vom Besuch war er völlig überrascht. "Neben den gemeldeten Besuchern kamen viele spontan ohne Anmeldung." Für Kastner kein Problem. "Wir haben alle untergebracht." Die Filme an den zwei Abenden konnten die Besucher selbst wählen. "Favoriten waren die Schlümpfe und 'Lissy und der wilde Kaiser'". Knapp 100 Kinder besuchten beide Vorstellungen.

"Ein Hit war auch die Schaumrutsche vor gut zwei Wochen", stellte der Jugendbeauftragte fest. "Gut 80 Kinder beteiligten sich an dem Spaß im Freibad." Ein Dankeschön sprach er in diesem Zusammenhang der Feuerwehr aus, die für ausreichend Schaum sorgte. So gut besucht wie im vergangenen Jahr mit annähernd der doppelten Besucherzahl war es heuer aber leider nicht. "Da spielte aber die Witterung eine Rolle", so Kastner. "Es war zwar sommerlich warm, aber es wehte ein kühler Wind."

Sein Resümee zur Zwischenbilanz: "Jeder Teilnehmer war begeistert, was die Vereine und Betriebe als Veranstaltungen auf die Beine gestellt haben." Auch seien die Termine schon kurz nach Veröffentlichung des Ferienprogramms beinahe ausgebucht gewesen.

"Fast wie beim Fußball: Nach dem Ferienprogramm ist vor dem Ferienprogramm", sagte Kastner verschmitzt. Für das nächste Jahr hat er schon einige neue Ideen. "Verbesserungen sind notwendig und wir müssen auch mit der Zeit gehen." Dazu hat er eine Umfrage bei den Kindern und Jugendlichen gestartet. "Denn ich bin um jede Meinung froh."

Unter dem Motto "Deine Freizeit - Deine Meinung" werden die Kinder befragt. Dabei drehen sich die Fragen nicht nur alleine um das Ferienprogramm. "Wir wollen sowohl die Angebote in den Ferien, als auch das Freizeitangebot in der Stadt unter die Lupe nehmen und weiterentwickeln." Zum Ferienprogramm erstrecken sich die Fragen darauf, ob schon einmal teilgenommen wurde, was die schönsten Erlebnisse dabei waren. Des Weiteren kann im Fragebogen aufgeführt werden, welche Themen die Kinder im Ferienprogramm vermissen.

Ein Jugendraum?

Allgemeine Fragen beziehen sich auf die Spielplätze, auf Vereinsmitgliedschaften und die persönliche Freizeitgestaltung. "Wichtig für mich ist auch, ob vonseiten der Jugendlichen Interesse an einem Jugendraum besteht", so Kastner. Denn bislang stehen hierfür keine festen Räume zur Verfügung. "Nicht zuletzt kann im Fragebogen ganz offen ausgesprochen werden, was die Kinder und Jugendlichen schon immer einmal sagen wollten."

Der Jugendbeauftragte weist darauf hin, dass es sich um einen anonymisierten Fragebogen ohne Angabe eines Namens handelt. "Ich würde mich freuen, wenn bei dieser Aktion zahlreich mitgemacht wird." Der Fragebogen wird sowohl bei Veranstaltungen des Ferienprogramms ausgeteilt, ist aber auch im Internet unter www.erbendorf.de zum Download hinterlegt. Die ausgefüllten Fragebögen können sowohl im Rathaus als auch beim Jugendbeauftragten direkt abgegeben werden.

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