17.04.2017 - 20:00 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Katholiken feiern in Osternacht Auferstehung Christi: Nicht selbstverständlich

(njn) Mit dem Eingangstext des gleichnamigen Liedes "Das ist der Tag, den Gott gemacht" begann Pfarrer Martin Besold die Osternachtfeier in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Am Osterfeuer vor dem Gotteshaus entzündete der Geistliche bei der Lichtfeier das Osterlicht.

Am Osterfeuer vor der Mariä-Himmelfahrts-Kirche entzündete Pfarrer Martin Besold am Osterfeuer die Osterkerze.
von Jochen NeumannProfil

Mit dem dreimaligen Ruf "Lumen Christi" zog der Liturgische Dienst mit Besold in die Kirche ein und entzündete dabei die Osterlichter der Gläubigen. Schriftlesungen erläuterten die Bedeutung der Auferstehung Jesu für die Gläubigen und die ganze Schöpfung. Es gebe zahlreiche Tage, die durch Menschenhand gemacht wurden, so der 1. Mai, Muttertag oder Vatertag. "Doch bei Ostern ist es anders, denn es ist der Tag den Gott selbst machte", betonte der Pfarrer

Dass Jesus auferstanden sei, verstehe sich nicht von selbst. "Aus menschlicher Sicht sehen wir erst nur den Tod." Die Auferstehung Jesu bedeute, "er hat den Tod aufgehoben und überwunden". Die Gräber, die nicht leer seien, sowie Gewalt, Leid und Tod in der Welt seien handfeste Realitäten. Das Leid der Welt werde durch die Auferstehung Jesu Christi nicht übertüncht, aber: "Mit den Augen des Glaubens werden uns auch leidvolle Erfahrungen klarer, ja durchsichtiger, auf Gott hin."

Die Christen meinten manchmal, Jesus zum Leben erwecken zu müssen. "Doch wir sind schon gerettet, was aber nicht unser Werk war, sondern da hat Gott gehandelt." Jeder Christ sei getauft auf Christi Tod und damit auferweckt. "Deswegen kommen wir mit dem auferstandenen Herrn an die andere Seite des Todesgraben, zum Leben das kein Tod entreißen kann." Einzige Aufgabe sei es, uns an ihn zu halten und uns seinen Geist schenken zu lassen.

Den Osternachtgottesdienst gestalteten der katholische Kirchenchor unter der Leitung von Stefanie Rüger und Holger Popp an der Orgel. Am Ende segnete Besold die Osterspeisen und dankte allen Helfern, dem Liturgischen Dienst, den Musikern und Sängern und den Gläubigen für die Feiern an den Ostertagen.

 

 

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