Katholische Pfarrei macht sich Gedanken für die Zukunft
Vieles in der Schwebe

Als neues Benefiziatenhaus wurde das später als Schwesternhaus genutzte Gebäude (rechts) 1958, noch vor dem Bau des nebenstehenden katholischen Pfarrhofs, errichtet. Bilder: njn (2)
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Erbendorf
20.02.2018
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Als neues Benefiziatenhaus wurde das später als Schwesternhaus genutzte Gebäude 1958, noch vor dem Bau des nebenstehenden katholischen Pfarrhofs errichtet.

Es wird viel gemunkelt in Erbendorf - vom Verkauf des Kolpinghauses bis hin zum Abriss des Schwesternhauses beim Pfarrhof und dem Bau eines Pfarrsaals. Was passiert denn jetzt wirklich?

"Wir haben uns in der Kirchenverwaltung und in den Gremien in den vergangenen Jahren viele Gedanken gemacht, wie wir unsere Pfarrei in die Zukunft bringen können", sagt Pfarrer Martin Besold. "Fakt ist, dass in diesem Jahr die Außenrenovierung des Lorettoheims in Angriff genommen wird."

"Die Finanzen der Pfarrei werden damit gefordert", weiß Pfarrer Besold. Denn an dem über 200 Jahre alten Gebäude nagt der Zahn der Zeit. Mit der anstehenden Baumaßnahme erfolgt auch eine Umbenennung des Lorettoheims "Ursprünglich als Benefizium errichtet, soll es in Zukunft als 'Altes Benefizium' bezeichnet werden."

Das Lorettoheim beziehungsweise das 'Alte Benefizium' ist seit Jahren ein Treffpunkt sowohl der Jugendgruppen der Pfarrei wie auch der Senioren und Eltern-Kind-Gruppen. Pfarrgemeinderatssitzungen finden hier ebenso statt wie die Kommunionvorbereitungen.

Treff der Generationen

"Es ist ein Treffpunkt für Generationen und damit nicht nur als Baudenkmal in Verbindung mit der Kapelle ein für uns unverzichtbarer Ort der Begegnung", fasst Pfarrer Besold zusammen. Vom Verkauf des Kolpinghauses in der Pfarrgasse sprach schon vor einigen Jahren der Vorgänger des heutigen Kirchenpflegers, Theodor Heimerl. "Ein Verkauf ist auf lange Sicht alleine schon wegen der Unterhaltskosten wünschenswert", so der heutige Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer. Denn vor allem für die Heizung musste die Kirchenverwaltung Jahr für Jahr hohe Summen aufbringen, die durch Veranstaltungen nicht hereingebracht werden können. Zudem muss man bei einem Verkauf darauf bedacht sein, welcher Folgenutzung Gebäude und Grundstück zugeführt werde sollen. "Aktuell bin ich mit mehreren Interessenten in Gespräch", so der Kirchenpfleger.

Der Verkauf brächte der katholischen Pfarrei Geld, das sie dringend benötigen würde. Denn in den letzten Jahren wurden Sicherungsmaßnahmen im Lorettoheim vorgenommen, die gut 50 000 Euro gekostet haben. "Heuer beginnen wir mit der Außensanierung", so Meierhöfer. Zwar seien Fördertöpfe hierfür geöffnet worden, dennoch werde der Pfarrei finanziell viel abverlangt. Die Kosten bezifferte er für die Pfarrei auf rund 220 000, die Gesamtkosten auf etwa 410 000 Euro.

Neuer Pfarrsaal

"Bei einem Verkauf des Kolpinghauses brauchen wir natürlich einen neuen Pfarrsaal", fügte Besold an. Nach Möglichkeit sollte sich dieser im Umfeld der katholischen Pfarrkirche befinden. "Hier denken wir an das 1958 als Benefiziatenhaus errichtete Gebäude neben dem Pfarrhof, das zur Zeit leer steht. Ein optimaler Standort für einen Pfarrsaal als Versammlungsstätte für unsere Vereine und Gruppen und als Ort für die Veranstaltungen unserer Pfarrgemeinde." Dieser Aussage von Pfarrer Martin Besold schließt sich auch die Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer an. Dazu müsste aber das Benefiziatenhaus, das sogenannte "Schwesternhaus", wie es in der Pfarrei heißt, abgebrochen werden. "Denn auch hier stellt sich langfristig die Frage nach einer Sanierung oder einem Abriss", so Meierhöfer.

"Es ist unser Plan, die Gebäude der Pfarrgemeinde für unsere aktuellen Aufgaben und für die Zukunft fitzumachen", betont Pfarrer Besold. "Doch derzeit ist bis auf die Sanierung des Lorettoheims jedoch noch alles etwas in der Schwebe." Denn Dreh- und Angelpunkt ist der Verkauf des Kolpinghauses.
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