Kolpingfamilie ehrt langjährige Mitglieder
500 Jahre „Treu Kolping“

Vorsitzender Martin Schram (links) und Präses Pfarrer Martin Besold (Zweiter von links) würdigten die Treue langjähriger Kolping-Mitglieder mit Urkunden. Bild: hfz
Vermischtes
Erbendorf
14.12.2016
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500 Jahre Reformation - auf ebenso viele Jahre bringen es auch die Jubilare der Kolpingfamilie Erbendorf. Ihr halten drei Mitglieder seit mittlerweile 70 Jahren die Treue.

In einem stimmungsvollen Gottesdienst, musikalisch gestaltet von der Gruppe "Quersinger", wies Präses Stadtpfarrer Martin Besold auf Adolph Kolping als wahrhaft adventliche Gestalt hin, der seine Zeitgenossen zur Umkehr und Hinwendung zu Gott aufgerufen hatte. Am Ende segnete der Geistliche die Kindergebetsbücher, die die Kolpingfamilie für die Pfarrkirche angeschafft hatte, und dankte ihr für das Engagement in der Pfarrgemeinde.

In der Gedenkfeier im Kolpinghaus erinnerte Vorsitzender Martin Schraml an den Gründer Adolph Kolping, den es als führenden Sozialreformer in der industriellen Revolution und Mutmacher für die Menschen heute zu ehren gelte. Dabei seien die Erbendorfer nur eine von über 2500 Kolpingfamilien in Deutschland und die rund 100 Mitglieder Teil des weltweiten Kolpingwerks mit über 500 000 Menschen.

Heute gelte es, Gott wieder in die Mitte des Alltags hineinzunehmen, und das eigene Handeln in Politik, Arbeitswelt und Familie daran zu orientieren, so beim Thema "gerechter Lohn", bei der Ernährung mit nachhaltigen Produkten oder in der Flüchtlingsdebatte. Gerade hier haben die Kolpingfamilien in Deutschland sehr viel geleistet.

Hinter alledem steht das Vertrauen in Gott. "Ja, solche Dinge sind Dinge des Friedens und entspringen einer tiefen Liebe, die ihre Wurzel in Gott hat." All dies könne für entwurzelte Menschen zu einem echten Trost werden.

Bei den Ehrungen standen Auszeichnungen für 70, 65, 60, 50, 40 und 25 Jahre Treue. Wie in den Vorjahren gab es wieder eine neue Familienmitgliedschaft. Die Urkunden für 70 Jahre waren für Alois Sulzer, Sebastian Stock und August Fütterer. Seit 65 Jahren ist Alois Schraml dabei, seit 60 Jahren Hans Rupprecht und seit 50 Jahren Johann Ernstberger sowie Robert Fütterer. Auf 40 Jahre blickt Bernhard Heining zurück, auf 25 Jahre Heidi Sausner.

Der Zitherclub sorgte für adventliche Stimmung und stimmte neben dem neuen Kolpinglied viele neue geistliche Adventslieder aus dem Gotteslob an. Bei Lebkuchen und Punsch und Gesprächen entstand genau das, was schon Vater Kolping so wichtig war: echte Begegnung.
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