06.07.2017 - 20:00 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Kriminalpolizei klärt über Gefahren mit Internet und Handy auf Digitales Risiko

Über digitale Gefahren für Kinder und Jugendliche klärte Kriminalhauptkommissarin Stefanie Carrera Eltern und Schüler auf: "Viele surfen viel zu unbefangen im Netz"

Kriminalhauptkommissarin Stefanie Carrera bot spannende Einblicke in die digitale Welt. Bild: njn
von Jochen NeumannProfil

(njn) Nach mehreren Fällen des Handy-Missbrauchs fasste die Grund- und Mittelschule den Entschluss, die Mittelschüler über die Gefahren im Umgang mit dem Internet aufzuklären. Vor allem die Schüler der fünften, sechsten und siebten Klassen informierte Kriminalhauptkommissarin Stefanie Carrera umfassend über dieses wichtige und ebenso aktuelle Thema.

"Viele Kinder und Jugendliche surfen viel zu unbefangen im Netz und klicken dabei Webseiten an, die für sie nicht geeignet sind oder gar jugendgefährdende Inhalte haben", stellte Carrera fest. Dazu zählte sie Internetportale mit sexuellen Darstellungen, die gewaltverherrlichend seien oder auch rechtsextremistische Parolen verbreiteten. "Die Folgen können für Heranwachsende dramatisch sein und reichen von einer verstörenden Wirkung bis zur dauerhaften Traumatisierung."

"Das Aufnehmen von Fotos von Freunden kann zur Straftat werden, wenn es ohne Einverständnis des Fotografierten geschieht", so Carrera. "Denn der Abgelichtete hat ein Recht auf das eigene Bild." Sie sprach auch das Hochladen von Musik an. "Das kann das Urheberrecht verletzen und kann schnell einige Tausend Euro kosten."

"Das Weitersenden von verbotenen Inhalten, meist Bilder, Videos oder auch Texte, wird hart bestraft", stellte die Referentin fest. "Darüber hinaus wird das heißgeliebte Smartphone oder der PC im Falle der Entdeckung von der Polizei beschlagnahmt und man bekommt die teuren Geräte nie wieder." Carrera sprach auch das Cyber-Mobbing an. "Das absichtliche Bedrohen, Beleidigen, Bloßstellen oder Belästigen anderer durch die modernen Kommunikationsmittel ist strafbar." Selbst strafunmündige Schüler können zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt werden. "Auch das Drehen eines sogenannten Spaßvideos kann böse Folgen haben."

Was ein Heranwachsender tun kann, wenn er merkt, dass er Probleme mit dem Web hat und alleine nicht mehr klarkommt, darauf wusste die Referentin eine Antwort: "Die Eltern sind hier natürlich die wichtigsten Ansprechpartner."

Kriminalhauptkommissarin Carrera informierte auch die Erziehungsberechtigten über die Gefahren und Risiken im Netz und gab Tipps, was Eltern schon bei der Anschaffung eines Handys beachten sollten. Eine wichtige Internetadresse für Erziehende ist dabei www.klicksafe.de. Diese Internetprävention der Kripo Weiden soll nicht die einzige Aktion an der Schule bleiben.

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