Öko-Modellregion Steinwald fördert Bio-Vermarktung
Gutes vom Bio-Rind

(von links) Projektmanager Günther Erhard, der Vertreter des Bauernverbandes Stefan Koschta, Projektmanagerin Elisabeth Waldeck, Steinwald-Allianz-Geschäftsführer Martin Schmid sowie vom Aribo Hotel die stellvertretende Direktorin Raphaela Woppmann und Küchenchef Jan Jarkovsky
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Erbendorf
22.02.2018
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Jetzt kommt auch Rindfleisch aus dem Steinwald auf die Teller im "Pier 28". Nach dem Motto "Aus der Region - für die Region" werden künftig heimische Produkte in der Restaurantküche des "Aribo"-Hotels verarbeitet. Die Projektmitarbeiter der Öko-Modellregion stellten die "Rindfleischvermarktung" aus dem Steinwald vor.

"Wir leben Fleisch", sagte die stellvertretende Direktorin des Hotels, Raphaela Woppmann, zu diesem Konzept. Schon lange wünschen sich die Bio-Rinderzüchter in der Steinwald-Allianz eine gemeinsame Rindfleischvermarktung. Mit der Öko-Modellregion Steinwald wird dies jetzt Realität. Wie der Geschäftsführer der Steinwald-Allianz, Martin Schmid, erläuterte, seien die Ziele einer gemeinsamen Vermarktung kurze Transportwege, die regionale Wertschöpfung sowie kein Abwandern des Bio-Fleischs in die konventionelle Verkaufsschiene. "Gemeinsam mit den Bio-Rinderzüchtern arbeiten wir auch an einer fairen Kalkulation." Wie die Projektmanagerin der Öko-Modellregion, Elisabeth Waldeck, hinzufügte, konnte bereits ein regionaler Schlachthof bio-zertifiziert werden. "Erstes Bio-Produkt war vor gut eineinhalb Jahren der Bio-Rinderburger aus dem Steinwald", so Waldeck. Mittlerweile konnten 20 Verkaufsstellen in der Region eingebunden werden. "Wir sind stolz auf die Entwicklung", so Schmid.

Ein weiterer Schritt sind nach den Worten der Projektmanagerin die Bio-Zertifizierungen beziehungsweise Bio-Teilzertifizierungen in der Gastronomie und in Großküchen. Zu diesem Thema seien bereits Tagungen abgehalten worden mit überaus großer Zustimmung. Waldeck bot den Betrieben ihre Hilfe an, wenn sie die Bio-Produkte auch auf ihre Speisekarte bringen wollen. "Aktuell sind im Netzwerk zwölf Bio-Rinderzüchter organisiert", sagte Waldeck. "Wir von der Öko-Modellregion übernehmen dabei Management-Aufgaben zur Positionierung des Regionalprodukts Bio-Rindfleisch aus dem Steinwald." Der Verkauf der Bio-Rinder erfolge im Moment vor allem an rund sechs Abnehmer in der Gastronomie in der Region. "Seit November letzten Jahres wird pro Woche ein Bio-Rind geschlachtet", so die Projektmanagerin. "Waren es im Jahr 2016 noch 12 Rinder, stieg die Zahl 2017 auf 28. 2018 wurden bereits 8 Tiere geschlachtet."

In der Öko-Modellregion stehen in Sachen Bio-Rindfleisch noch einige Aufgaben an. "Wir sind gerade daran, eine Vermarktungsstruktur zu schaffen", stellte Geschäftsführer Schmid fest. "Des Weiteren unterstützen wir Betriebe auf ihrem Weg zur Bio-Zertifizierung und bauen unsere Marketing-Strategie aus."
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