Ökumenische Nachbarschaftshilfe Kleine Dienst arbeitet im Stillen
Genossen im Pfarramt

Eine Delegation der SPD besuchte die Mitarbeiter des Kleinen Dienstes im katholischen Pfarrhaus. Pfarrer Christoph Zeh (links), Pfarrer Martin Besold (Zweiter von rechts) und die Geschäftsführerin des Kleinen Dienstes Rita Kunz (Sechste von links) standen bereitwillig Rede und Antwort. Stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Uli Roth (Zweiter von links), -Kreisvorsitzender Reiner Fischer (Dritter von links), Ortsvorsitzende Brigitte Scharf (Neunte von links) und stellvertretender Ortsvorsitzender Reinhold
Vermischtes
Erbendorf
12.01.2017
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Der Kleine Dienst ist ein großer Erfolg. Fast jeden Tag tun die ehrenamtlichen Helfer im Verborgenen Gutes. Doch die Mitarbeiter haben ein Problem, das sie auch mit viel Geld nicht aus der Welt schaffen können.

(njn) Seit 20 Jahren besteht in der Steinwaldstadt eine ökumenische Nachbarschaftshilfe, die mit ehrenamtlichen Mitarbeitern beinahe im Verborgenen arbeitet und Hilfesuchende unterstützt. Bei einem Besuch im Pfarramt informierte sich eine Abordnung des SPD-Kreisverbandes und des SPD-Ortsvereins über die Arbeit.

Schnelle Hilfe

Die Geschäftsführerin des Kleinen Dienstes, Rita Kunz, informierte, dass die Nachbarschaftshilfe von der evangelischen Kirchengemeinde mit dem damaligen Pfarrer Günther Gellichsheimer und dem Pfarrgemeinderat der katholischen Pfarrei mit Pfarrer Konrad Bösl aus der Taufe gehoben worden sei. "Ziel war es, durch Ehrenamtliche schnell Hilfe bei akuten und kurzzeitigen Notlagen zuteil werden zu lassen", so Kunz.

Nach ihren Worten zählen hierzu neben Einkäufen und Besorgungen die Betreuung und Begleitung von Kleinkindern zum Kindergarten sowie die stundenweise Betreuung von Pflegebedürftigen. Der "Kleine Dienst" biete aber noch mehr an, darunter Besuche von alten Menschen und Spaziergänge mit ihnen, die Gestaltung von Nachmittagen in den Altenheimen, die Begleitung bei Arzt und Kirchenbesuchen, die Mithilfe bei Behördengängen sowie Schreibdiensten. Auch der Kontakt und das Gespräch seien wichtig. "Manchmal sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter die einzigen Ansprechpartner." In die Kontaktpflege werde deshalb viel Zeit investiert.

Wert legten der katholische Pfarrer Martin Besold und sein evangelischer Amtskollege Christoph Zeh auf die Tatsache, dass die Hilfen keinen Berufsstand ersetzen sollten. "Es wurde vielen Menschen in den beiden Pfarreien dadurch dringend benötigte Hilfe sowie Abwechslung und Freude im Alltag zuteil", betonte Pfarrer Besold. "Im ersten Jahr nach der Gründung gab es laut Kunz 139 Einsätze mit insgesamt 284 Stunden. Im Jahr 2015 schon 341 Einsätze mit 577 Stunden. "Im Durchschnitt sind die Ehrenamtlichen fast jeden Tag für die Nachbarschaftshilfe unterwegs", so Kunz. Der Kleine Dienst finanziere sich ausschließlich über Spenden. Derzeit gebe es 21 ehrenamtliche Mitarbeiter. Mitarbeiterin Pauline Klöble koordiniere die Einsätze unter der Telefonnummer 0151/26149316. Ein Problem sei es, dass bei Hilfesuchenden oft eine Hemmschwelle vorhanden sei. "Hier ist noch Aufklärung nötig", so Pfarrer Besold.

Pfarrer Zeh freute sich, dass der Kleine Dienst mit dem Besuchskreis noch ein zweites Standbein habe. "Hier besuchen Frauen der Nachbarschaftshilfe jedes Monat einmal das BRK-Seniorenwohn- und Pflegeverein, um mit den Senioren einen Nachmittag mit Gesprächen, Singen und Basteln zu verbringen." Aber auch im Caritas-Altenheim St. Marien besteht eine Singgruppe, die durch ehrenamtliche Mitarbeiter des Kleinen Dienstes betreut werde.

Viel Gutes im Stillen

"Eine beeindruckende ökumenische Zusammenarbeit", stellte SPD-Kreisvorsitzender Reiner Fischer fest. "Hier wird den Menschen mit Kleinigkeiten geholfen." Der Kleine Dienst leiste viel Gutes im Stillen. Als kleine Aufmerksamkeit überreichte er eine Spende des Kreisverbands und des Ortsvereins in Höhe von 100 Euro an die Geschäftsführerin.
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