Sonderausstellung im Heimat- und Bergbaumuseum
Mundgeblasene Schnupftabakdosen sind Unikate

Mundgeblasene Schnupftabakdosen sind im Erbendorfer Heimat- und Bergbaumuseum am Sonntag von 14 bis 16 Uhr zu sehen. Bild: njn
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Erbendorf
07.01.2017
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"Schnupftabakdosen & mehr." Unter diesem Motto läuft derzeit noch die Sonderausstellung im Heimat- und Bergbaumuseum. Weit über 100 Exponate aus der ganzen Welt sind ausgestellt.

(njn) Manche davon können eine Geschichte erzählen, wie beispielsweise die kunstvollen mundgeblasenen Schnupftabakdosen aus Glas. Geöffnet ist das Museum am morgigen Sonntag von 14 bis 16 Uhr.

Aus Kunststoff, Horn, Metall, Holz oder auch Porzellan sind die Schnupftabakdosen der Sonderausstellung unter anderem gefertigt. Unterschiedlich sind aber auch die Formen. Rund, eckig, oval oder auch einmal in Form eines Sarges. "Der Sarg aus Metall, mit einem Kreuz versehen, stammt aus Asien", wusste der Museumsleiter.

Neben den durch und durch bayerischen Porzellanschnupftabakdosen mit einem Haarbüschel als Nasenwedel sind im Museum eine Vielzahl von Schnupftabakdosen aus Glas zu sehen. Gerade diese mundgeblasenen Schnupftabakdosen zeugen von der Kunst der Glasbläser, die es in unserer Region früher einmal häufig gab und die heute beinahe zu einem aussterbenden Berufsstand zählen.

Alleine schon die Techniken, die die Glasbläser an den kleinen Dosen und Fläschchen an den Tag legen, begeistern schon beim Ansehen. Krösel-, Überfang-, Band- oder Fadentechnik lassen jede Schnupftabakdose zu einem Unikat werden. Handwerklich geschickt haben sie verschiedenfarbige Schichten um ein Fläschchen gelegt und mit Gravierkunst verfeinert.

Die Schnupftabakdosen aus Glas sind mittlerweile zu echten Sammlerstücken geworden. Einer der leidenschaftlichen Sammler war der verstorbene frühere Museumsleiter Joe Heinl. Ein Großteil der Exponate der Sonderausstellung stellte Ehefrau Irene Heinl dem Heimatmuseum hierfür zur Verfügung.

Neben den Schnupftabakdosen aus aller Welt runden Zinnbierdeckel die Sonderausstellung ab. Geöffnet ist das Heimat- und Bergbaumuseum am morgigen Sonntag, 8. Januar, von 14 bis 16 Uhr.
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