Tag des offenen Denkmals

Die Burgruine in Waldeck kann am Tag des offenen Denkmals ebenfalls besucht werden. Zudem wird eine Führung mit vielen Hintergrundinformationen angeboten. Bild: plsm
Vermischtes
Erbendorf
08.09.2017
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Das Schreiberhaus gehört inzwischen zu den Hollerhöfen und wird als Gästehaus genutzt. Bild: plsm

Zumindest am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 10. September, beansprucht Waldeck den Titel der Kulturhauptstadt im Kemnather Land für sich. Das Schreiberhaus und die Burgruine zeigen sich dafür in ihrem besten Licht. Doch auch Erbendorf will glänzen.

Waldeck. Bereits seit drei Jahren ist das Schreiberhaus beim Tag des offenen Denkmals dabei. Darin wohnte einst der Waldecker Dorfschreiber, der sich um die Geschehnisse vor Ort kümmerte und diese dokumentierte. Die Besucher dürfen sich zwischen 14 und 16 Uhr Führungen durch das Haus anschließen, das inzwischen von den Hollerhöfen als Übernachtungsmöglichkeit angeboten wird.

Sicherlich werden dann auch einige Geschichten erzählt, zum Beispiel, dass der letzte Schreiber ein recht kleiner Mann war und deswegen auf gefüllten Jute-Kissen sitzen musste, um seine Arbeit zu verrichten. Als besondere Attraktion wird auch die derzeit amtierende Holunderkönigin Jana Schäffner anwesend sein. Elisabeth Zintl hat sich der Sanierung und Modernisierung der alten Gebäude angenommen und nutzt sie als Gästehäuser. Am Tag des offenen Denkmals lädt sie die Besucher daher nach der Führung auch zu Kaffee und Kuchen in die Dorfscheune ein. "Zwei unserer Gebäude stehen unter Denkmalschutz, dazu die beiden Scheunen, und im Herbst wird die Sanierung des Kösslerhauses abgeschlossen", erklärt die Chefin der Hollerhöfe. Die Renovierungsarbeiten wurden in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege vorgenommen und die bestehenden Bauteile größtenteils erhalten und wieder hergestellt.

Erkunden können die Besucher am Tag des offenen Denkmals auch die Burgruine Waldeck. Um 14 Uhr bieten Uwe Schimpf und Franz Horn eine Führung durch die Überreste der Burg, die 1124 zum ersten Mal erwähnt wird. Treffpunkt ist der Parkplatz am alten Friedhof am Ende der Schlossbergsiedlung. Die Führer geben einen historischen Einblick in die Entstehung der Burg und behandeln auch die Baugeschichte sowie die Sanierungsarbeiten. Auch die St.-Ägidius-Kapelle wird eine Rolle spielen. "Im Moment haben wir guten Andrang, bereits am Vormittag kommen immer Besucher zur Burgruine. Sie ist ein Anziehungspunkt für das gesamte Kemnather Land", erklärt Georg Wagner. Die Führung am Tag des offenen Denkmals ist kostenlos, die Möglichkeit zu spenden besteht.

Das Heimat- und Bergbaumuseum in Erbendorf beschäftigt sich mit der Geschichte der Steinwaldstadt in all ihren Facetten. Das Handwerk gehört hier ebenso dazu wie der Stand der Kaufleute, die Eisenbahn oder die Porzellanindustrie. Das Museum am Georg-Bertelshofer-Platz 1 ist am Sonntag zwischen 14 und 16 Uhr geöffnet.

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Weitere Informationen über geöffnete Denkmäler in der Region auf einer Karte :

www.onetz.de/1776088

Führungen im Klosterdorf

Speinshart. (stg) Ein abwechslungsreiches Angebot erwartet die Besucher am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, in Speinshart. Angeboten werden zwei fachkundige Führungen: Um 15 Uhr gibt Prior Pater Benedikt Schuster Erläuterungen zur Klosterkirche, um 16 Uhr bietet Barbara Müller eine Führung durch das Klosterdorf an. Darüber hinaus sind von 13 bis 17 Uhr im Kloster zu besichtigen: Info-Punkt, Kreuzgang, Innenhof, Refektorium, Kapitelsaal sowie Marienbrunnen im Klostergarten.

Glasschleif erkunden

Pullenreuth. (lpp) Auf der Glasschleif in Pullenreuth finden zum Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 10. September, ab 14 Uhr Führungen auf dem Schleifererpfad statt. Im Glasschleifmuseum können die Gäste erleben, wie Glas Anfang des 18. Jahrhunderts von Hand, ohne die Kraft eines Wasserrades, poliert und geschliffen wurde. Dies können die Besucher auch selbst ausprobieren. Dazu gibt es Erläuterungen über die Bedeutung der Glasschleifen in der Oberpfalz. Die Brotzeitstube hat von 13 bis 19 Uhr geöffnet.
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