20.03.2018 - 15:26 Uhr
Erbendorf

Unfall auf der B22 am Steinbacher Berg 17-Jährige stirbt im Wrack

Statt in die Schule führt die Fahrt in den Tod: Ein junges Mädchen stirbt am Dienstagmorgen auf der B 22. Sieben Beteiligte verletzen sich bei dem Zusammenstoß teils schwer. Über die Ursache des Unfalls lässt sich nur spekulieren.

von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Bei einem Frontalzusammenstoß und einem Folgeunfall hat sich eine 17-Jährige aus Erbendorf am Dienstagmorgen tödliche Verletzungen zugezogen. Laut Polizei verletzten sich sechs Männer und eine Frau bei dem Unfall am Steinbacher Berg zum Teil schwer. Die Höhe des Schadens beläuft sich auf etwa 15 000 Euro.

Wie die Polizei meldet, war das Mädchen gegen 7.25 Uhr als Beifahrerin in einem VW Golf von Erbendorf aus in Richtung Weiden unterwegs. Am Steinbacher Berg kam der 18-jährige Fahrer aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß sein Golf frontal mit einem Renault zusammen. In diesem waren drei Weidener in Richtung Kemnath unterwegs. Ein ebenfalls in Richtung Kemnath fahrender Autofahrer konnte nicht mehr bremsen, sein Audi krachte in die beiden Wracks auf der Straße.

Zwei Hubschrauber

Im VW starb die 17-Jährige. Der Fahrer verletzte sich ebenso schwer wie ein 16-Jähriger auf der Rückbank. Zwei Hubschrauber brachten die beiden jungen Erbendorfer in Krankenhäuser. Auch der 44-jährige am Steuer des Renaults verletzte sich schwer, genau wie die 59- und 17-jährigen Mitfahrer. Der 38-Jährige im Audi und seine 41-jährige Beifahrerin kamen mit leichten Verletzungen davon.

Neben den beiden Rettungshubschraubern war ein Großaufgebot an Helfern und Rettern an der Unfallstelle. Die Feuerwehren Erbendorf, Krummennaab und Wildenreuth hatten etwa 45 Mann im Einsatz. Sie übernahmen Umleitung, Bergung und Befreiung der eingeklemmten Personen sowie die Reinigung der Fahrbahn. Den Einsatz leitete der Erbendorfer Kommandant Bernhard Schmidt. Die etwa 15 Rettungskräfte des Roten Kreuzes um Einsatzleiter Jürgen Göppl sowie die Deutsche Luftrettung kümmerten sich um die Verletzten.

Üble Spekulation

Für die Erbendorfer Feuerwehr war der Einsatz auch deshalb aufwühlend, weil die Verunglückten gut bekannt, teils sogar verwandt waren. Übel stieß den Einsatzkräften auf, dass ein einschlägiges Internetportal wenige Stunden nach dem Unfall über weitere verstorbene Beteiligte spekulierte, die Polizei dementierte weitere Todesopfer am Nachmittag auf Nachfrage ausdrücklich. Die Staatsanwaltschaft in Weiden hat zur Klärung des Unfallhergangs einen Sachverständigen eingeschaltet. Ein Pfarrer spendete der Verunglückten am Unfallort die Sterbesakramente. Außerdem kümmerte sich das Kriseninterventionsteam um die Opfer und unterstützte die Polizei bei der Verständigung der Angehörigen. Die Straße war bis gegen 11.15 Uhr gesperrt.

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