26.02.2018 - 18:48 Uhr
Erbendorf

Meisterbrief in Wiesbaden Zwei neue Jungmeister im Rollladenbauerhandwerk

Geschafft: Endlich den Meisterbrief in Händen. Die Jungmeister Andreas Bauer (Zweiter von links) und Nico Mittelmeier (Zweiter von rechts) vom Erbendorfer Jalousienbauer Faltenbacher erhielten ihre Meisterbriefe von Prüfungsausschussvorsitzenden Ing. Peter Jobst (links) und Dozent Wolfgang Löster (rechts) überreicht.
von Roland WellenhöferProfil

Wenn der hessische Ministerpräsident Meisterbriefe persönlich überreicht, dann ist das schon etwas Besonderes - besonders wenn sich Volker Bouffier die zeit nimmt, um zwei Erbendorfer auszuzeichnen: Im mondänen Kurhaus von Wiesbaden erhielten Andreas Bauer (28) und Nico Mittelmeier (24) den Meisterbrief im Rollladen- und Jalousienbautechniker-Handwerk. Die beiden Mitarbeiter von Faltenbacher Jalousienbau absolvierten die Meisterschule an der Handwerkskammer Wiesbaden.

"Um heute hier zu stehen, haben Sie einen weiten Bildungsweg zurückgelegt. Sie haben viel investiert, um aus Ihren Fähigkeiten und Talenten das Bestmögliche zu machen. Darauf können Sie stolz sein", hatte zunächst Handwerkskammerpräsident Klaus Repp erklärt. 85 Frauen und 380 Männer aus 20 Handwerksberufen, erhielten das begehrte "Wertpapier des Handwerks".

"Im Namen der Hessischen Landesregierung, und auch ganz persönlich, überbringe ich herzliche Glückwünsche", eröffnete der CDU-Politiker, der sich wie ein Teil seines Kabinetts die Zeit für den Termin genommen hatte. Bouffier hob die Bedeutung des Meisterbriefs "als Qualitäts- und Gütesiegel für handwerkliches Können, für Qualität, Zuverlässigkeit, Kundennähe und Verbraucherschutz" hervor. "Deutschland steht hinter dem Meisterbrief und ich werde mit meinen Möglichkeiten dafür sorgen, dass dieses einzigartige Gütesiegel auch in Zukunft erhalten bleibt."

Für die beiden Erbendorfer Jungmeister war die Meisterfeier ein einmaliges Erlebnis. Für diesen Karriereschritt nahmen die beiden einiges auf sich. Weil der Meister für Jalousiebauer nur an den Handwerkskammern in Wiesbaden und Ulm angeboten wird, gehört auch einiger logistischer Aufwand dazu. Seit 2016 waren sie mit Unterbrechungen immer wieder in der hessischen Landeshauptstadt. Teile der Ausbildung konnten sie aber auch in Weiden und Bayreuth absolvieren.

Bauer und Mittelmeier wollen ihrem Lehrbetrieb auch als Meister die Treue halten. Firmeninhaber Kurt Faltenbacher ist stolz darauf: "Um die immer anspruchsvolleren Objektaufträge unserer Kunden reibungslos abwickeln zu können, sind wir auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen." Sein Unternehmen beschäftigt rund 120 Mitarbeiter.

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