Steinwaldallianz als Modellregion in Sachen digitale Dienstleistungen
Erbendorf wird „eDorf“

Es freut mich, dass unser Konzept die Jury überzeugt hat, erklärte Hans Donko zur Entscheidung pro Steinwaldallianz. Archivbild: njn
Wirtschaft
Erbendorf
13.12.2016
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Die Steinwaldallianz soll "digitales Dorf" werden: Den Zusammenschluss der 16 Gemeinden wählte eine Jury zum Gewinner eines Wettbewerbs, wie Wirtschaftsministerin Ilse Aigner erklärte: Die Gemeinden Frauenau und Spiegelau im Bayerischen Wald teilen sich mit der Steinwaldallianz fünf Millionen Euro. Das Budget soll beitragen, "digitale Dienstleistungen zu entwickeln, die den Alltag der Menschen im ländlichen Raum verbessern", sagte Aigner.

Am Dienstag stellte sie dem Ministerrat die Ergebnisse des Wettbewerbs vor. Ziel des Modells sei, mit Hilfe digitaler Anwendungen die Lebenssituation im ländlichen Raum zu verbessern. Als Schwerpunkte nannte Aigner "Mobilität, Nahversorgung, haushaltsnahe Dienstleistungen und Bildung". Die Wirtschaftsministerin verwies auf den Modellcharakter: "Wir richten eine Plattform ein, so dass interessierte Gemeinden sich vernetzen und austauschen können. Die Erfolge der Modellkommunen präsentieren wir in einem Atlas, so dass andere Kommunen profitieren können".

Glücklich über die Entscheidung ist Hans Donko: "Es freut mich, dass unser Konzept die Jury überzeugt hat", erklärte der Steinwaldallianz-Vorsitzende. Noch sei es zu früh, um über mögliche Ergebnisse der Entwicklung zu sprechen. Im eingereichten Konzept spiele aber der Dorfladen in Fuchsmühl eine wichtige Rolle. Dessen Angebot soll ein Mobil in Orte ohne eigenen Laden und Bankfiliale bringen. Bei der Festlegung der Route und des Angebots des Mobils könnten die jeweiligen Bestellungen via Internet eine Rolle spielen. Wie sich dies umsetzen lässt, soll in den kommenden Monaten erarbeitet werden. "Ich hoffe, dass bei den Workshops und Arbeitsgruppen weitere Ideen entstehen, wie die neuen technischen Möglichkeiten die Lebensqualität heben können." Durch das Sterben vieler Tante-Emma-Läden und Bankfilialen sei viel dieser Lebensqualität verloren gegangen.

Die Steinwaldallianz setzte sich in einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren unter 20 Bewerbungen durch. Die Gewinner wurden von einer interdisziplinären Jury ermittelt, die ihrer Auswahl Kriterien wie Modellcharakter und Übertragbarkeit der Projektidee zugrunde legte. Mit der Fraunhofer Gesellschaft und der Technischen Hochschule Deggendorf sollen nun Arbeitspläne ausgearbeitet werden. Mit Resultaten sei 2018 zu rechnen.

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Weitere Informationen:

www.www.edorf.bayern
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