20.08.2017 - 16:56 Uhr
Oberpfalz

Explosion und Gebirgstour

Ferien der unbegrenzten Möglichkeiten bot Learning Campus 85 begeisterten Schulkindern. Vom Steckerlbrot bis zur Mehlstaubexplosion reichten die Angebote, mit denen 15 Betreuer eine Woche lang unbeschwerte, erlebnisreiche und gemeinschaftsfördernde Ferientage gestalteten.

von Walther HermannProfil

Auch in der dritten Woche der Ferienfreizeit garantierte Learning Campus (LC) Sommererlebnisse am laufenden Band. Das LC-Team hatte ein Programm ausgetüftelt, das die schönste Zeit des Schülerjahres noch schöner machte. Dieses Vorhaben des Geschäftsführers und Diplomsozialpädagogen, Stephan Müller, ging in Erfüllung.

Leinen los

"Natur schafft Erlebnis" und "Piraten unter sich" waren Programmangebote, die die Altersgruppe bis 9 Jahre erwartungsfroh gestimmt hatte. Aus alten Plastikflaschen wurden Druckwasserraketen gebaut. Mit großem Eifer gingen die Kinder daran, nur mit Wasser und einer Ballpumpe eine "Rakete" über eine Strecke von 10 bis 15 Meter zu schicken.

Sie gingen auch zu Wasser auf große Fahrt, als es hieß: Leinen los und auf zum nächsten Piratenabenteuer. Gemeinsam errichteten sie ein Biwak, spielten um die Wette und entwarfen mutig Pläne, um den großen Piratenschatz zu heben. Beim munteren Piratenschmaus am Feuer teilten sie dann die Seeräuberbeute.

Mit Naturerlebnissen war zugleich Standortwechsel angesagt. Es ging ab ins Dickicht. Die Kinder begleiteten die Waldameisen auf ihrer Reise durch die Wurzelwelt. Zur Erfrischung ging es an den Bach, um dort auf den Spuren des Bibers einen Staudamm zu bauen und die Welt der Wasserläufer zu erleben. Mit jedem weiteren Schritt wurde die Natur zu einem Erlebnis.

Nicht minder vielseitig verlief die Woche für die Altersgruppe 9 bis 15 Jahre. An dicken Brettern bewiesen Mädchen, dass sie das Zeug zum Bauen haben. Mit viel Tatendrang griffen sie den Appell "Mädels nach vorn" auf, trafen mit viel Kreativität und Teamgeist viele Nägel auf den Kopf und schufen sich aus einem kleinen Bretterstapel ein Clubhaus. Die Farbgestaltung verlief ganz individuell, einladend bunt. Die dabei vermittelte Werkzeugkunde gipfelte gar im Werkzeugführerschein. Weniger handwerklich ging's zu bei einem Mixkurs zum Zaubern von Sommergetränken.

"Geht nicht, gibt's nicht"

Sogar Physikunterricht stand auf dem Programm. "Aber einmal anders", kündigte Guido Kanitz an. Der Vogtländer ist seit Jahren mit LC-Aktivitäten in und um Eschenbach vertraut und engagiert. "Wir haben den Kindern auf spielerische Art und Weise physikalische Grundkenntnisse vermittelt und dabei Mysterien enträtselt", versicherte der Sozialpädagoge.

Unter dem Motto "Geht nicht, gibt's nicht" tüftelten die Kinder mit verschiedenen Materialien, experimentierten rund um viele spannende Geschichtsmythen, wie zum Beispiel Bau der Leonardi-Brücke ganz ohne Nägel oder Schrauben, und wiesen nach, dass man sich mit Hilfe von Bettlaken abseilen kann.

Einen Aha-Effekt vermittelte Johannes Bodensteiner. Nach gemeinsamen Vorbereitungen zeigte sein Pusten in einen Behälter mit Mehl, brennender Kerze und Papierstreifen ungeahnte Wirkung: Mehlstaubexplosion mit Flammenbegleitung. Zugabe-Wünsche blieben nicht aus.

Durch eine abenteuerliche Rucksacktour durch die "Wildnis" führte Josefine Heier. Nach einem Vorbereitungstag auf Burg Hohenberg nahm sie als Master der Erlebnispädagogik ihre Gruppe mit zu Tagestouren in der freien Natur und durch frische Bergluft. Zwischenziele mit Übernachtung waren das Schutzhaus auf der Kösseine, die Schmierhofenhütte und ein Quartier am Weissenstädter See. "Alle waren relativ fit", bescheinigte Heier ihren Rucksackwanderern, die zu einer Erlebnisgemeinschaft zusammengewachsen waren. Neben viel Spaß und Bewegung hatten die jungen Abenteurer neue Freunde gefunden.

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