11.02.2018 - 20:00 Uhr

Eschenbacher Heimatverein feiert Jubiläum "Heimat" zum Nachlesen

Seit 40 Jahren veröffentlicht Eschenbachs Heimatverein seine Schriftenreihe. Ein Grund zum Feiern und die stillen Arbeiter im Hintergrund zu ehren.

Das "Heimat"-Team mit den Gratulanten (von links): Hans Ott, Klaus Lehl, Albert Nickl, Bezirksheimatpfleger Tobias Appl, Karlheinz Keck, Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies und Bürgermeister Peter Lehr. Bild: rn
von Walther HermannProfil

"Die Arbeit des Heimatvereins strahlt weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus." Dies bescheinigte Bürgermeister Peter Lehr zur Präsentation der 40. Auflage der Publikation "Heimat Eschenbach". Die Titelseiten aller bisher Hefte zierten die Wände des Taubnschuster-Saals als Heimatvereinsvorsitzender Karlheinz Keck aufs Jahr 1976 blickte.

Damals sei der Heimatverein aus einem Dornröschenschlaf erwacht. Außer dem kleinen Band "Eschenbach in Vergangenheit und Gegenwart" (1950) von Adolf Ficker und dem Sagenheft von Jan Zenit aus dem selben Jahr habe es über Eschenbach nur einige Aufsätze in heimatkundlichen Zeitschriften gegeben. Vermessungsamtsleiter Franz Sponer habe sich für die Wiederbelebung stark gemacht, besonders weil 1978 das 200. Jubiläum der Maria-Hilf-Bergkirche anstand. Keck erinnerte sich, dass er Sponer selbst zu Ambergs Heimatpfleger Otto Schmidt "kutschiert" habe um alle in die Wege zu leiten.

Schmidt habe das Manuskript eines unbekannten Heimatforschers mit Eschenbacher Geschichtsdaten überarbeitet. Sponer selbst schrieb einen Beitrag über die Bergkirchenorgel. Keck steuerte ein Arbeit zu den Maria-Hilf-Wallfahrten bei. Professor Wolfgang Mahlke aus Würzburg lieferte zwei Zeichnungen von der Fassade der Bergkirche und dem oberen Stadtplatz "und fertig war das erste Heft des Heimatvereins." Die Eschenbacher waren "ausgehungert nach Literatur über ihre Stadt", das Heft war bald ausverkauft. Nach dem frühen Tod Franz Sponers habe der Heimatverein es als Vermächtnis betrachtet, dessen Arbeit fortzusetzen. Er selbst sei unter Vorsitzendem Albert Furtner "als junger Student wie die Jungfrau zum Kind" gekommen und musste als Schriftleiter der "Heimat Eschenbach" fungieren. "39 Jahre mache ich jetzt diesen Job, tatkräftig unterstützt von einem Redaktionsteam um Bernd Thurn, Albert Furtner und Hans Ott."

Der Vorsitzende hatte genau recherchiert: In seinem Rückblick sprach er von 86 Autoren, die 379 Beiträge auf 3226 Seiten veröffentlicht haben. "Diese riesige Arbeit für die Geschichtsschreibung unserer Heimat, die nicht hoch genug einzuschätzen ist." Besonders fleißige Autoren waren Hans Ott (92 Beiträge), Bernd Thurn (39, zusätzlich sämtliche Fotoarbeiten), Albert Furtner (28), Adolf Mörtl (12) und Pater Benedikt Schuster (11). Von Keck stammen 33 Beiträge.

Peter Lehr zählte Beispiel für die vielfältige Arbeit der Heimatvereins auf. Der Taubnschuster sei von der "Heimat auf Zeit" durch den Kauf der Stadt zur "Heimat auf Dauer" geworden. "Der Taubnschuster stellt eine Bereicherung für Heimatverein, Stadt und Region dar", erklärte stellvertretender Landrat Albert Nickl. Karlheinz Keck sei "Motor und Visionär ", die Zeitschrift längst ein "gerne genutztes Nachschlagewerk".

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