Bürgerversammlung in der Grund-und Mittelschule
Ehrungen und Investitionen

Die Eschenbacher ließen sich auf der Bürgerversammlung über die Investitionen und Baumaßnahmen aus dem vergangenen Jahr informieren. Bild: rn

Bürgermeister Peter Lehr lässt bei der Bürgerversammlung das Jahr 2017 Revue passieren. Ausgaben von 4,388 Millionen Euro stehen nur 825 000 Euro an Fördermitteln gegenüber.

Flotte Weisen der Stadtkapelle ließen in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule auf einen besonderen Anlass schließen. Der Bürgermeister hatte zur Bürgerversammlung geladen. Für den besseren Blick half eine "Galerie". Mit der Aussage "Eschenbach ist bunt" kündigte Lehr den 120 Besuchern die Rückschau auf eine große Vielfalt von Anlässen und Geschehnissen an, die er alle mit vielen Bilddokumenten belegen wird. Er sprach von einem arbeitsreichen, abwechslungsreichen und interessanten Jahr, das dank der hervorragenden Zusammenarbeit und Unterstützung mit allen an den Baumaßnahmen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht, in Einzelfällen aber auch einige Nerven gekostet hat. Den Stadträten dankte er, dass sie in 19 Sitzungen die Stadt wiederum ein Stück vorangebracht haben.

Zahlreiche Ehrungen

Allen anderen Anlässen stellte Lehr die Menschen voran. Er begann mit Maria Cronenberg, Benjamin Müller und Manfred Neumann, die mit dem Sparkassenbürgerpreis ausgezeichnet wurden und erinnerte an die Auszeichnung von Gerda Rupprecht mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für langjähriges ehrenamtliches Engagement und an David Daniel, der beim Landeswettbewerb "Jugend musiziert" den 2. Platz errang. Zu weiteren besonderen Anlässen zählte er den Verdienstorden "Superior Civilian Service" der US-Armee für Klaus Lehl, die Verleihung des Feuerwehrehrenzeichens in Gold für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst an Klaus Suttner und eine Veranstaltung mit dem US-Partnerbataillon 1-91, bei der Vinzenz Dachauer über seine Kriegserlebnisse befragt wurde.

Nach Anmerkungen zu Bauernmarkt, Bürgerfest und dem sich "prächtig entwickelten" Waldkindergarten wandte sich Lehr dem Besuch des Eidgenössischen Sportfests in der Schweizer Partnerstadt Eschenbach, der Eröffnung der Adlerausstellung im Hexenhäusl und der Segnung des Heimat- und Kulturzentrums "Beim Taubnschuster" zu. Dem Heimatverein bescheinigte er, in diesem Zentrum Kunst, Kultur, Tradition und Heimatgeschichte erlebbar zu machen. Die Freigabe des 8,5 Hektar großen Gewerbegebiets am Stadtwald beleuchtete er als letzte offizielle Feier.

Die Investitionen im Hoch- und Tiefbau sollen nach dem Bekunden des Bürgermeisters dazu beitragen, mit einem attraktiven Erscheinungsbild zu überzeugen, den Zuzug junger Menschen zu fördern und allen Eschenbachen vermitteln, dass sie stolz auf ihre Stadt sein können. Ausdrücklich dankte er allen Arbeitgebern, "die mit ihren Arbeitsplätzen den Grundstock für den Zuzug nach Eschenbach bilden". Mit einer Bilderserie ließ Lehr das Entstehen des neuen Gewerbegebiets Stadtwald Revue passieren, für das die Stadt 2,3 Millionen Euro investierte und "bereits erste Gespräche für eine Betriebserweiterung laufen".

Mehrere Projekte erledigt

Mit der Einrichtung der Offenen Ganztagsschule wandte sich Lehr einer weiteren Großinvestition zu. Den dafür erforderlichen Ausgaben von rund einer Million Euro stehen Fördermittel von voraussichtlich 450 000 Euro gegenüber. Die Teilnehmer an der Versammlung konnten sich überzeugen, dass nach der bisher sehr beengten räumlichen Situation der Mittagsbetreuung nun neue ansprechende Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, in denen die Kinder nach dem Schulunterricht qualifiziert begleitet und angeleitet werden. Der Firma Rädlinger, die den Ausbau der Hohen Straße mit einem "beeindruckenden Tempo" vornahm, bescheinigte das Stadtoberhaupt eine hervorragende Arbeit. Die Baukosten von 585 000 Euro sind mit rund 50 Prozent durch Fördermittel abgedeckt.

Vier Brüche in drei Jahren an der Asbest-Zement-Wasserleitung in Neurunkenreuth und der bevorstehende Einbau von Glasfasertechnik waren für die Stadt Anlass zum Handeln. Lehr berichtete von der Erneuerung der anfälligen Wasserleitung und dem Einbau eines Glasfaserleerrohrnetzes durch die Firma Kollmer in einem Arbeitsgang mit Kosten von 200 000 Euro. Er kündigte jedoch einen finanziellen Ausgleich durch die Telekom an. Da der Zahn der Zeit stark an der Beckenkrone des Nachklärbeckens in der Kläranlage nagte, wurde an der Räumerlaufbahn eine neue Konstruktion aus Edelstahl aufgebaut. Für die kommenden Jahrzehnte bescheinigte ihr das Stadtoberhaupt eine "nahezu vollständige Wartungsfreiheit".

"Die wiederholte Zustandsnote 3,5 von 4 möglichen Noten zeigt auf, dass die Standsicherheit oder Verkehrssicherheit des Bauwerks erheblich beeinträchtigt oder nicht mehr gegeben war." Mit dieser Aussage wandte sich Lehr der Hammermühlbrücke zu, die mit einer Pfahlgründung durch die Firma ROH-Bau mit einem Kostenaufwand von 215 000 Euro erneuert wurde. Es standen Fördermittel von 100 000 zur Verfügung. Der Spezialfirma Jagomedia übernahm den Einbau einer Lautsprecheranlage am Friedhof, die "bei korrekter Handhabung Ansprachen, aber auch Musikstücke in alle Teile des kirchlichen und auch des städtischen Friedhofs optimal überträgt".
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