23.03.2018 - 20:10 Uhr

Fritz Betzl zum letzten Mal im Stadtrat "Kommunalpolitische Eminenz"

"Niederlegung des Stadtratsmandats von Stadtrat Fritz Betzl" lautet am Donnerstag einer der letzten Tagesordnungspunkte. Bürgermeister Peter Lehr ist es ein Anliegen, einige Worte an "unser kommunalpolitisches Urgestein Fritz Betzl" zu richten.

Zum letzten Mal nahm Fritz Betzl (Zweiter von links) am Donnerstag im Kreis seiner Kollegen an einer Sitzung des Stadtrats teil. Bild: rn
von Walther HermannProfil

Sie sollten keine Abschiedsrede sein, denn die seien einer gesonderten Verabschiedung aus dem Stadtratsgremium vorbehalten. "Die Wege von Fritz Betzl und meiner Person kreuzten sich Anfang der 1990er Jahre, als er in seiner Funktion als Vorstand des SC Eschenbach und ich als junger, dynamischer Jugendfußballtrainer miteinander einige Jahre im Sportclub tätig waren. Von Anfang an stimmte die Chemie zwischen uns und es war Fritz Betzl, der mich nicht nur zum Sportclub, sondern auch in die Kommunalpolitik brachte."

In all diesen Jahren habe er Betzl als Freund und Förderer kennen- und schätzen gelernt. "Es schmerzt mich, dass sich unsere kommunalpolitischen Wege im Stadtrat heute trennen."

Am 1. Mai 1984 trat Betzl sein Mandat im Stadtrat der Stadt Eschenbach an, Knapp 34 Jahre war er im Gremium tätig. "10 Jahre Fraktionssprecher, 16 Jahre im VG-Rat und seit 1990 im Kreistag des Landkreises Neustadt runden das Bild der kommunalpolitischen Eminenz ab", sagte Lehr. "Gottseidank, lieber Fritz, gehen wir im Kreistag weiterhin gemeinsame Wege." In einer der nächsten Stadtratssitzungen werde der Bürgermeister den scheidenden Stadtrat offiziell aus dem Ratsgremium verabschieden.

"Schon heute entbiete ich Dir ein aufrichtiges Dankeschön für die gemeinsame Zeit und die Unterstützung, die Du mir in all den teilweise sicherlich nicht einfachen Jahren hast zukommen lassen", endete das Stadtoberhaupt.

Die Erklärung, sein Mandat als Stadtratsmitglied zum 1. April 2018 niederzulegen, hatte Betzl mit Schreiben vom 26. Februar erklärt. Wie der Bürgermeister dazu sagte, müssten für die Niederlegung von Stadtratsmandaten inzwischen keine Gründe mehr angegeben werden. In Artikel 48 des Gemeinde- und Landkreiswahlgesetzes sei diese Pflicht ausdrücklich abgeschafft worden.

Er informierte das Gremium, dass nach der Niederlegung nun Marina Müller als Listennachfolgerin gefragt wird, ob sie das Amt als Stadträtin annimmt. Sollte sie aus einem wichtigen Grund das Amt nicht antreten können, werde der nächste Listennachfolger Thomas Ott dazu aufgefordert. Ohne weitere Erklärung Betzls erkannte der Stadtrat dessen Amtsniederlegung an.

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