Pizzeria Portofino belebt die Eschenbacher Altstadt
Stadtrat verweigert Antrag

Mit "Portofino" erhält der Stadtplatz das vierte Lokal mit Pizzen im Angebot. Bild: rn

In das Anwesen Marienplatz 20 kehrt nach langer Zeit neues Leben ein. Das vierte Lokal mit Pizzen im Angebot eröffnet am Marktplatz. Der Stadtrat genehmigte den Antrag der Firma Kaiser-Bräu zum Anbringen einer Leuchtwerbeanlage mit dem Namen "Pizzeria Portofino". Zu einer Zustimmung konnten sich die Räte aber nicht bei jeder Anfrage hinreißen lassen.

Da die Fläche des Schildes mehr als einen Quadratmeter misst, musste sie nach den Vorgaben der Bayerischen Bauordnung erst genehmigt werden. Der Stadtrat hatte damit kein Problem. Die Erneuerung der Außenfassade des Hauses am Marktplatz ist bereits fertig. Die Innenarbeiten ziehen sich jedoch noch hin. Für Fritz Betzl bedeutet "Portofino" eine "Belebung der Altstadt".

Nicht ganz einig war sich das Gremium bei einer Bauvoranfrage von Wilson Henry. Er hatte vor, auf dem Grundstück Netzabergstraße 1 der Gemarkung Thomasreuth (ehemaliger Kiosk "Route 66") von Montag bis Freitag jeweils von 7.30 bis 18 Uhr eine Hunde-Tagesbetreuung für entlaufene oder ausgesetzte Hunde zu betreiben und dafür einen Zaun mit einer Höhe von 2 beziehungsweise 1,80 Metern aufzustellen.

Toiletten fehlen

Wie Geschäftsleiter Reinhard Sperber dazu ausführte, können nach den Vorgaben des Baugesetzbuches im Einzelfall sonstige Vorhaben im Außenbereich zugelassen werden, "wenn ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist". Er brachte vor, dass die Straßenerschließung durch die Lage des Grundstückes an der Netzabergstraße zwar gesichert sei, nicht jedoch Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Erforderlich für den Betrieb der Hunde-Tagesbetreuung seien unter anderem eine Toilette für Mitarbeiter, Sozialräume und ein Stromanschluss. Die Sprecher der Fraktionen hielten Henrys "Grundidee für gut", sahen jedoch mit Hinweis auf die Gesetzeslage keine Möglichkeit für eine Zustimmung. Trotzdem sprachen sich drei Räte für die Einrichtung aus.

Bebauungsplan eingehalten

Keine Einwände gab es zum Antrag von Franz Meier auf Erweiterung von Verkaufs- und Lagerflächen des Getränkekontors Siegler Am Stadtwald 8. Dieser betraf Umbauarbeiten und die Umzäunung einer Freifläche. Der Bebauungsplan werde eingehalten, die Räte stimmten zu.

StadtratssplitterDie Abgabe von Rechtholz für das Jahr 2017 liegt bei 23,50 Euro. Diesen Beschluss traf der Stadtrat. Er stimmte damit dem Vorschlag des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu. Bürgermeister Peter Lehr informierte das Gremium über 89 Personen, die über das eingetragene Recht auf Brennholzabgabe aus dem Stadtwald verfügen.

Der Preis für die Abgabe sei durch den Stadtrat jährlich neu festzulegen. Angaben machte er zur Ermittlung des Preises. Dieser setzt sich zusammen aus 17 Euro Maschinenkosten, 2 Euro für Vermessung und Aufbereitung, 3,61 Euro Umsatzsteuer und 0,89 Euro Nebenkosten und Soziallasten.

Der Bürgermeister kündigte an, dass das Rechtholz in Längen von zwei Meter an der Waldstraße bereitgestellt wird und die Auslieferung voraussichtlich im Februar/März erfolgt. Bereits beim Außentermin des Stadtrats hatte Revierförster Martin Gottsche angekündigt, für das Rechtholz Teile der Fällaktion zu verwenden, die für die Erweiterung des Gewerbegebiets "Am Stadtwald" erforderlich wird. Lehr informierte zudem über Beschlüsse aus dem nichtöffentlichen Teil der Oktober- Sitzung. Damals wurde der Auftrag für die Fachplanung Heizung/Lüftung/Sanitär für die Offene Ganztagsschule an das Büro Schiffmann aus Parkstein vergeben. Geändert wurde die Adresse des Feuerwehrhauses. Sie erhielt eine "freundlichere Bezeichnung". Statt Friedhofsweg 1 lautet die Anschrift Feuerwehrplatz 1. Dank sagte der Bürgermeister den Stadtplatz-Anliegern für die "wunderschöne Weihnachtsbeleuchtung". (rn)
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