SPD-Fraktionssprecher stößt sich an CSU/ÜCW-Aussagen
Betzl schießt zurück

"Lieber Marcus Gradl, was du bei der CSU-Jahreshauptversammlung von Dir gegeben hast, ist gelinde gesagt sehr dreist. Du täuschst die Bürger." Mit diesem Vorwurf wandte sich SPD-Fraktionssprecher Fritz Betzl am Ende des öffentlichen Teils der Stadtratssitzung an den CSU/ÜCW-Fraktionssprecher. Den Grund seines Unmuts hatte er im Pressebericht über die Jahreshauptversammlung gefunden.

Zu der Offenen Ganztagsschule und zum Waldkindergarten störte ihn die Aussage: "Alles Projekte, die erst auf Drängen der CSU verwirklicht wurden." Er hielt dem entgegen, dass die Offene Ganztagsschule gegen die vier Stimmen der CSU von den Fraktionen von SPD und FW beschlossen wurde. Auch zum Waldkindergarten habe die SPD laut Gradl "nichts getan": "Forstamtsrat Martin Gottsche und Bürgermeister Peter Lehr haben das Vorhaben realisiert", brachte Betzl leicht aufgebracht vor.

"Die Versäumnisse bei der letzten Behördenverlagerung aufs Land dürfen sich nicht wiederholen", war ein weiterer Satz, der Betzl sauer aufgestoßen war. Er bezog sich auf eine Aussage des CSU-Landtagsabgeordneten Tobias Reiß, wonach Eschenbach wirtschaftlich und finanziell so gut dastehe, dass es bei Behördenverlagerungen nicht berücksichtigt werden brauche.

Zur "Belebung der Innenstadt", die dem "Fraktionssprecher am Herzen liegt", war Betzl der Meinung: "Die Innenstadt wird tot geredet. Eschenbach hat die schönste Innenstadt weit und breit. " Er sprach von "Ärzten, Apotheken, vielen kleinen Geschäften, insgesamt über 50 Geschäften in einer Altstadt, die lebt".

Zum Stadtoberhaupt merkte er an: "In Eschenbach macht unser Bürgermeister Peter Lehr beste Politik zum Wohle aller Bürger. Gradlinigkeit und Ehrlichkeit ist die beste Politik für die Bürgerschaft." Die Äußerungen Gradls in der Jahreshauptversammlung der CSU wertete Betzl als "Affront gegen Leute, die für Eschenbach etwas tun". Nach dieser energisch ausgefallenen Stellungnahme nahm das Gremium die Niederlegung des Stadtratsmandats durch den SPD-Fraktionssprecher an (wir berichteten).
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