27.09.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Umfrage zur Zukunft von Horst Seehofer Zweifel am Meister?

Ex-Bürgermeister der Rußweiherstadt Robert Dotzauer beobachtet die Entwicklung in der CSU sehr aufmerksam und gibt zu Bedenken, dass es auch bei der Diskussion um Seehofer zwei Seiten gebe. "Einerseits treten Leute nach auf der anderen Seite musste ein Günther Beckstein damals mit einem besseren Ergebnis bei der Landtagswahl abtreten." Allerdings meint auch Dotzauer, dass die Diskussion im Moment fehl am Platz sei und die Koalitionsverhandlungen Priorität hätten. "Natürlich ist Markus Söder eine Variante, auch wenn da einige Ur-Bayern die Nase über den Franken rümpfen werden", erklärt Dotzauer dennoch.

von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Ähnlich sieht es Gerald Morgenstern von der CSU Grafenwöhr. Er geht davon aus, dass sich am Parteitag im November personell etwas ändern wird. Söder sieht er als geeigneten Kandidaten, aber es müsse einen geordneten Übergang geben. "Das Wahlergebnis war überraschend und ist ein deutliches Signal an die CSU. Ein Personalwechsel ist eine mögliche Reaktion", bilanziert er.

Der stellvertretende Landrat und Speinsharter Bürgermeister Albert Nickl ist etwas zurückhaltender. "Die Verhandlungen in Berlin haben Priorität und da muss man Kompromisse finden, ohne die Identität der CSU aufzugeben. Eine vernünftige Regierung zu bilden, ist im Moment das Wichtigste", erklärt er. Dennoch stellt er klar, dass die Partei das Wahlergebnis analysieren müsse und es dabei kein Tabu geben dürfe, auch personelle Erneuerung sei nicht ausgeschlossen. "Spätestens auf dem Parteitag wird sich das entscheiden. Man muss sich für die Landtagswahl 2018 aufstellen", kündigt Nickl an.

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